Neues Abwassersystem geht in Betrieb

Im unteren Bereich des Ortsteils Steinheidel gibt es jetzt eine zentrale Entwässerung. Investition: gut eine halbe Million Euro.

Steinheidel.

Der untere Teil des zu Breitenbrunn gehörenden Ortsteils Steinheidel ist jetzt an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen. Mit einem symbolischen Banddurchschnitt wurde am Montagvormittag das neue Abwassersystem in Betrieb genommen. Der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) hat hier zirka 509.000 Euro investiert, wovon 467.000 Euro auf den Hauptsammler, 42.000 Euro auf die Hausanschlüsse entfallen. Nur 3,3 Prozent - 17.200 Euro - fließen aus einem Fördermitteltopf. Dank des Landkreises gibt es auch wieder eine geschlossene Straßendecke.

Auf einer Länge von 540 Metern wurde in einem komplizierten Bauraum, der Teile von Carolathal, Seifenrand und Alte Jägerhäuser Straße umfasste, ein Schmutzwassersammler verlegt. Der machte es möglich, 25 Grundstücke über 21 Hausanschlüsse an die zentrale Entwässerung anzuschließen. Die Abwässer fließen in den von Erlabrunn kommenden Verbindungssammler im Schwarzwassertal und werden in der Kläranlage Breitenbrunn gereinigt, die seit Oktober 2006 nach langem Probelauf offiziell in Betrieb ist.

Nach der planerischen Vorbereitung durch das Ingenieurbüro Tom Seemann hatten die Bauarbeiten in Steinheidel am 29. Oktober 2018 begonnen. Bis Ende September 2019 sollte alles fertig sein, aber das Unternehmen Meta-Stone aus Schwarzenberg konnte das Vorhaben 14 Tage vorfristig abschließen. Das fand anlässlich der Übergabe ebenso Anerkennung wie das Entgegenkommen, das die Bauleute für Belange der Anwohner zeigten. Die Arbeiten erfolgten unter Vollsperrung für den Durchgangsverkehr, und auch Anlieger mussten mit Erschwernissen leben. Der obere Teil von Steinheidel war auf einer Umleitung über Erlabrunn zu erreichen. Was ZWW-Geschäftsführer Frank Kippig als "beispielhaftes Geben und Nehmen" bezeichnete, das auf so einer schwierigen Baustelle eigentlich unverzichtbar sei, formulierte Anwohner Manfred Beetz, der seit 1975 in Steinheidel wohnt, so: "Immer wieder haben die Arbeiter Platz gemacht, wenn Anlieger durch die Baustelle wollten oder mussten, und das manchmal in nur kurzen Abständen."

Bürgermeister Ralf Fischer (CDU) erinnerte an erste Überlegungen zur Entwässerung auch von Steinheidel im Jahr 1991. Die Gigantomanie des Wakuti-Projekts mit einem Sammler von Johanngeorgenstadt bis nach Schwarzenberg sei zum Glück nicht realisiert worden. "Was jetzt gebaut wurde und noch wird, ist der demografischen Entwicklung angepasst."

Die nun in der Ortslage Steinheidel wieder freigegebene Alte Jägerhäuser Straße sowie die von ihr abzweigende Straße Steinheidel werden demnächst stärker als in normalen Verkehrszeiten üblich befahren: Sie dienen im Zusammenhang mit Bauarbeiten auf dem Graupnerweg in Erlabrunn als Umleitungsstrecke.

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