Nun heißt es bald OB a.D.

Heidrun Hiemer ist noch bis Ende Oktober Schwarzenberger Stadtoberhaupt. Nach 19 Jahren Amtszeit geht sie in den Ruhestand. Am Freitag wurde sie feierlich verabschiedet.

Schwarzenberg.

Von Amts wegen stand sie oft in der ersten Reihe, im Mittelpunkt stehen wollte sie allerdings nie: Schwarzenbergs Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer. Am 1. August 2001 trat sie die Nachfolge von Klaus Knauer an, nun geht sie als 68-Jährige in den Ruhestand. Mit einer offiziellen Feierstunde in der Ritter-Georg-Halle - alles unter Einhaltung coronabedingter Auflagen - wurde die CDU-Politikerin am Freitag mit viel Dank und Wertschätzung, mit detailreichem Rück- und kleinem Ausblick verabschiedet.

Neben Vertretern des städtischen Lebens nahmen Gäste aus anderen Orten der Region, von Kreis- und Landesebene an der Veranstaltung teil. Vom intern vorbereiteten Ablauf nichts ahnend, durfte Heidrun Hiemer auf einem historischen Stuhl aus dem Museum der Stadt Platz nehmen, der auf eine kleine Bühne gestellt wurde. Symbolträchtig flankierten einerseits zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung, andererseits Tochter und Enkelin die Oberbürgermeisterin. Auf einer großen Leinwand wurde das anderthalbstündige Programm mit Fotos und Videoeinspielungen bereichert.

Das Wirken Hiemers für die Stadt und ihre Bürger, für die Region und für das Land in den zurückliegenden 19 Jahren und 3 Monaten war Thema mehrerer Reden. So ergriffen das Wort Barbara Klepsch, Staatsministerin für Kultur und Tourismus, die auch Grüße des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer überbrachte, Frank Vogel, Landrat des Erzgebirgskreises, Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert namens des Kreisverbands des Städte- und Gemeindetages sowie Christine Matko für den Stadtrat Schwarzenberg. Sie alle verbanden die Würdigung mit Erinnerungen an ihre teilweise jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der Oberbürgermeisterin.

Grußworte gab es per Video aus den Partnerkommunen Ipsheim und Wunsiedel, im Saal durch Stadtwehrleiter Lars Wagner. Als 19-teilige Flaschenpost waren Videostatements von Wegbegleitern gestaltet. Zu den Geschenken gehörte Teil 1 eines Bildbandes, in dem die Stadtverwaltung 19 Jahre komprimiert.

Nun heißt es für Heidrun Hiemer also bald OB a.D. - als Ruhestandsbeamtin darf sie diese Bezeichnung verwenden. Bis Ende Oktober ist der Dienst-Terminkalender der Chefin aber noch dicht gefüllt, verriet ihre langjährige Sekretärin Veronika Oelsner. Die scheidende Stadtchefin freut sich auf den nun beginnenden Lebensabschnitt, auf mehr Zeit für die Familie, fürs Wandern und andere Hobbys. Unter dem Dach des Erzgebirgszweigvereins will sie sich der Geschichte der Stadt und der ehrenamtlichen Unterstützung des Museums Perla Castrum widmen.

11 Kommentare

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  • 2
    2
    typewriter
    24.10.2020

    Die Frau Schmidt trägt ihre Maske falsch. Und das im Risikogebiet