Paketpaten erfreuen Kinderherzen

Für die Mitstreiter der Aktion laufen die Vorbereitungen fürs Weihnachtsfest schon seit Wochen. Gut 350 bis 400 Kinder werden wieder bedacht.

Aue/Schwarzenberg.

Die Zeit rennt. Denn nur noch eine Woche bleibt den zahlreichen Paketpaten, die auch in diesem Jahr wieder die Aktion Kinderherzen bei der alljährlichen Weihnachtsaktion unterstützen. Die Wohnung von Sandra Nahrstedt in Aue liegt bereits voller Geschenke. Die 38-Jährige gehört zu den vielen "unsichtbaren" und sehr engagierten Helfern der Aktion.

"Wir geben einen Teil der Präsente für die Kinder bei Paketpaten in Auftrag", sagt sie. Und diese sind oft im engeren Umfeld, im Freundes- und Bekanntenkreis zu finden. Das "wir" steht für sie und Yvonne Friedel, denn auch sie wirbelt hinter den Kulissen mit für die Aktion Kinderherzen. Etwa 60 Paketpaten koordinieren die beiden Frauen. "Die Paten erhalten von uns nur den Vornamen des Kindes, dessen Alter und wenn bekannt einen Wunsch. Mehr nicht", verrät Sandra Nahrstedt. Als Richtwert für ein Weihnachtsgeschenk werden zwischen 20 und 25 Euro genannt. "Aber die meisten Paketpaten geben doch mehr. Da wird richtig liebevoll ausgewählt und verpackt. Obwohl es für den Paten ja ein fremdes Kind bleibt", sagt sie. Manche schnüren nur ein Päckchen, andere sogar drei. Das sei ganz unterschiedlich.

Ende November werden die Päckchen eingesammelt. Da hilft auch Ehemann Ronny. "Mir geht es vor allem um die Qualität der Geschenke. Das Kind soll sich freuen. Es ist doch Weihnachten", betont sie und meint damit, dass es nicht nur um das praktische Geschenk, wie den Schneeanzug oder die warme Mütze geht, sondern auch etwas, was Kinderherzen erfreut - ein Spielzeug eben. Die Liste mit den Namen der bedürftigen Kinder erhält die Aktion über die Familienhelfer oder über Tipps aus Kindereinrichtungen in der Region. Die Wünsche, die hinter den Namen stehen, sind in den meisten Fällen rein unterstützender Natur: Anorak, warme Stiefel, Windeln oder Baby-Hygieneartikel. Auch Lego, Mal- und Bastelsachen oder etwas von der "Eiskönigin" ist auf der Liste zu lesen. Damit ist natürlich der neue Kinofilm gemeint, der gerade läuft, und zu dem natürlich gleichlaufend Spielsachen auf den Markt gebracht werden.

"Insgesamt werden wir in diesem Jahr wieder zwischen 350 bis 400 Kinder beschenken", sagt Christine Matko, die Schirmherrin der Aktion. Ursula Sumpf arbeitet schon seit Monaten die Listen akribisch ab. Denn ein Kind vergessen, das darf nicht passieren.

Allmählich also füllt sich Lager der Kinderherzen mit Päckchen. Von dort aus werden die Geschenke ab Anfang Dezember ausgefahren: nach Schneeberg, Aue-Bad Schlema, Johanngeorgenstadt, Raschau-Markersbach - kurz überall dorthin, wo Hilfe nötig ist. "Wir haben wieder viele Spenden erhalten. Das freut uns sehr", so Matko. Auch Lebensmittel-Weihnachtseinkäufe mit bedürftigen Familien kurz vor dem Fest seien wieder geplant.

Sandra Nahrstedt schreibt an jeden ihrer Paketpaten noch einen persönlichen Brief. "Es ist ja nicht selbstverständlich, dass jemand einfach so ein Kind beschenkt. Dafür will ich einfach Danke sagen."

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