Pandemie beschert Computerspezialisten Arbeit

Durch Corona ist plötzlich Homeoffice angesagt. Für die Firma von Stefan Friedel in Grünhain gibt es deshalb viel zu tun.

Grünhain-Beierfeld.

Die Corona-Pandemie hat eine Menge verändert. Weil plötzlich Abstand angesagt war, setzten viele Firmen auf das Homeoffice, und so spielte Computertechnik eine noch größere Rolle. Das hat auch Stefan Friedel vom gleichnamigen Computerservice in Grünhain gemerkt. Einen solch sprunghaften Anstieg an Nachfragen rund um das Einrichten von Rechnern fürs private Büro hatte Friedel, dessen Unternehmen in diesen Tagen sein 30-jähriges Bestehen feiert, noch nie erlebt.

"Wir haben viele Server konfiguriert. Nach drei Tagen gab es zudem keine Webcams mehr, und Laptops waren quasi ausverkauft", berichtet der Firmenchef. "Das hat natürlich etwas damit zu tun, weil alles aus Fernost kommt, und es da plötzlichen Lieferengpässe gab", erklärt der Computerfachmann. Dass nun die Nachfrage nach europäischen Produkten steigt, glaubt Stefan Friedel nicht. "Wenn alles wieder normal läuft, entscheidet wieder der Preis", so der Grünhainer.

Im Privatkundenbereich habe es kaum Änderungen gegeben. Längst haben auch Senioren den Computer für sich entdeckt. Friedel und sein Mitarbeiter René Ulbricht sind ganz besonders dann gefragt, wenn ein digitales Fotoalbum von einer defekten Festplatte gerettet werden muss. "Da haben wir schon einige glücklich gemacht", sagt Friedel. Während Corona habe zwar die Videotelefonie an Bedeutung gewonnen, doch diese werde hauptsächlich von Handys und entsprechenden Apps abgedeckt. "Und das ist nicht unser Metier", so Friedel, der in der 30-jährigen Firmengeschichte einige Veränderungen erlebt hat. "Seit fünf Jahren spielt in unserem Geschäft beispielsweise die Fernwartung eine wesentliche Rolle." Diese ermöglicht es, vom Standort Grünhain aus, auf Rechner zuzugreifen. Manch Fehler konnte so aus der Ferne behoben werden. "Früher mussten wir dafür zum Kunden fahren", so Friedel. Über die damals mit dem Auto gesammelten Kilometer kann er heute nur noch schmunzeln.

Größere Virenprobleme gibt es aktuell nicht. "Diese treten immer schubweise auf." Oft gelangt Schadsoftware auf Computer, weil ein unbekannter E-Mail-Anhang geöffnet wird. "Finger weg von solchen Dateien", sagt der Fachmann und empfiehlt im Ernstfall immer den Gang zum Computerspezialisten. Leider schreiben Friedels Erfahrung nach viele Leute ihren alten Rechner viel zu schnell ab. "Ein ordentliches Virenprogramm gehört aber auf jeden PC. Und von Zeit zu Zeit sollte man kontrollieren, ob es auch arbeitet."

Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.