Park am Bahnhof vermüllt

Die Männer vom Bauhof Schwarzenberg haben die Nase voll. Tagtäglich räumen sie Dreck weg, den andere achtlos wegwerfen. Doch was hilft?

Schwarzenberg.

Im Grunde hat niemand etwas dagegen, dass sich junge Leute an der Freizeitinsel (unterhalb der Fußgängerbrücke am Bahnhof) in Schwarzenberg treffen. "Aber können die nicht am Ende ihren Müll mitnehmen oder in die Papierkörbe werfen?" Diese Frage werfen die Männer vom Bauhof der Stadt Schwarzenberg auf. Und das zu recht. Sie sind es nämlich, die letztlich, wie am vergangenen Montagmorgen wieder, den Dreck beräumen müssen - und das fast täglich. "Es sieht aus wie Sau", sagt einer von ihnen und winkt ab.

Da liegen überall Cola-Dosen, Bonbon-Papier, Pizza-Kartons und unzählige Kippen. Kein schöner Anblick. Noch viel ärgerlicher seien die Zerstörungen, die offensichtlich mit den nächtlichen Treffen einhergehen. So werden die Bänke, die mit Betonfüßen beschwert sind, in der Anlage verstellt. Auch die Tischtennisplatte (mit Betonsockel) wurde um mehrere Meter verschoben. "Dazu braucht man eigentlich einen Gabelstapler", sagen die Männer vom Bauhof. Wer so viel Kraft habe, könne doch auch die Mülltüte bis zum Papierkorb tragen. Drei davon stehen übrigens im Gelände.

Sascha Wehrmann, Geschäftsführer der Stadtwerke, sagt: " Es ist schade. Die Stadt hat richtig Geld in die Hand genommen, um die Anlage zu gestalten. Diese Poller-Lampen kaputt zu machen, dazu müssen schon rohe Kräfte walten."

Von Seiten der Stadtverwaltung habe man zusätzlich zum Ordnungsamt auch noch einen privaten Wachschutz im Einsatz. "Auch die Polizei kennt die Punkte und fährt sie im Streifendienst ab", sagt Thomas Hahn, zu dessen Ressort die Ordnung und Sicherheit gehört. Verbote seien nicht die Lösung, man appelliere weiter an die Vernunft.

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