Partnerstädte suchen Vergleich nicht nur auf dem Hallenparkett

Die WSG-Mix-Mannschaft hat das Städtepartnerschaftsturnier im Volleyball gewonnen. Der Pokal bleibt in Schwarzenberg. Nicht nur Sport war ein Thema.

Schwarzenberg.

Sieben Mannschaften mit rund 50 Sportlern haben sich am Samstag in der Ritter-Georg-Halle in Schwarzenberg einen sportlichen Schlagabtausch im Volleyball geliefert. Den Sieg sicherte sich diesmal die WSG-Mix-Mannschaft vorm Titelverteidiger Stadt Schwarzenberg und Nové Sedlo.

Schwarzenberg war nach Borchen im Jahr 2017 und der Gemeinde Am Mellensee 2018 die dritte Kommune, die das Städtepartnerschaftsturnier ausrichtet. "Wir sind von Borchen damals eingeladen worden", sagt Hauptamtsleiterin Sylvia Mack. Den Schwarzenberger Volleyballern haben die Gastspiele so sehr gefallen, dass sie sich dieses Jahr in die Vorbereitung einbrachten. Insgesamt stellten die Gastgeber vier Mannschaften. Die anderen Teams kamen aus Borchen, der Gemeine Am Mellensee und aus dem tschechischen Nové Sedlo. Eingeladen waren auch Ipsheim und Wunsiedel, doch beide Partner sagten aufgrund eines fehlenden Teams ab.

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Während am Samstag vor allem das eigentliche Turnier im Mittelpunkt stand, hatte die Stadtverwaltung bereits für Freitagabend eine Stadtrundfahrt organisiert. Finanziert werde das Treffen aus dem Topf, der für die Städtepartnerschaften zur Verfügung steht.

Die Bürgermeisterin von Nové Sedlo, Vera Baumanova, zeigte sich von der Entwicklung gerade im Stadtteil Sonnenleithe überrascht. Obwohl sie schon oft in Schwarzenberg war, habe sie während der Rundfahrt Ortsteile gesehen, die sie noch gar nicht kannte. "Das ist eine besondere Herausforderung gewesen, auf die demografische Entwicklung zu reagieren." Nové Sedlo habe auch eine große Fläche, aber nur bis zu 3000 Einwohner. "Wir sind im Vergleich eine kleine Stadt." Die Einladung zum Volleyballturnier habe sie sehr gefreut. Das gute Abschneiden ihres Teams sei eine Überraschung: "Wir haben nur ein Amateurteam. Sie spielen aus Spaß und nicht im Punktspielbetrieb", so Baumanova. Zwischen den Fußballern gebe es eine solche Verbindung schon länger. "Es ist schön, dass jetzt auch Volleyball dazukommt." Schwarzenberg sei ein sehr guter Gastgeber. Sylvia Mack ist es wichtig, dass Städtepartnerschaften nicht nur auf dem Papier stehen, sondern tatsächlich mit Leben gefüllt werden. Daher gab es am Samstagabend im Schlosstunnel ein Konzert mit der Gruppe Saitensprung und am Sonntag einen Besuch von Schloss Schwarzenberg und den Zinnkammern Pöhla.


Mit europäischer Komponente

Rainer Jaworski, Mannschaftsleiter der WSG Schwarzenberg Wildenau, Mitorganisator des Volleyballturniers: "Die Vorbereitungen dafür laufen seit September. Wir haben uns immer wieder getroffen und Details besprochen." Zu den Aufgaben gehörte, das Reglement festzulegen, denn der sportliche Ehrgeiz bei den Teams ist enorm. Das wussten Jaworski und seine Mitstreiter von vorangegangenen Turnieren. "Gespielt haben wir in zwei Gruppen zu drei beziehungsweise vier Mannschaften. Die Sieger der Halbfinalbegegnungen haben dann im Finale gespielt."

Reiner Allerdissen, Bürgermeister von Borchen, freute sich, dass in diesem Jahr Schwarzenberg Gastgeber des Turniers war: "Wir haben es ins Leben gerufen, um unsere Partnerschaft mit der Gemeinde Am Mellensee wiederzubeleben." Sehr schön sei, dass eine Mannschaft aus Nové Sedlo teilnimmt: "Dadurch bekommt das Ganze noch eine europäische Komponente." Die Stadtrundfahrt habe eine neue Seite von Schwarzenberg gezeigt: "In Sonnenleithe war ich noch nie. Die städtebauliche Entwicklung ist beeindruckend." (klin)

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