Region erhält 600.000 Euro aus dem Mauerfonds

Geld fließt für eine Brücke, Schindlerswerk und Bergbaulehrpfad

Aue/Schwarzenberg.

Für die Notsicherung von Dächern im Schindlerswerk bei Bockau erhält der Förderverein Schindlers Blaufarbenwerk 210.487 Euro aus dem Mauerfonds des Bundes. Das teilte das sächsische Finanzministerium am Montag mit. Das Objekt gilt weltweit als das letzte weitgehend original erhaltene Blaufarbenwerk. Es steht unter Denkmalschutz und ist eine der erzgebirgischen Weltkulturerbestätten. Seit drei Jahren sichert der Förderverein mit Unterstützung einheimischer Firmen und des Freistaats Sachsen die Gebäude, damit sie nicht weiter verfallen.

Auch zwei weitere Objekte erhalten Geld. 203.779 Euro fließen für die denkmalgerechte Sanierung einer Rundbogenbrücke in Bad Schlema. Diese führt ein Stück unterhalb des Niederschlemaer Bahnhofs über die Zwickauer Mulde, ist aber seit vielen Jahren gesperrt. Die Gemeinde Bad Schlema hat etwa zwei Drittel der Brücke saniert, dann aber sei das Geld ausgegangen, sagte Aue-Bad Schlemas Baubürgermeister Jens Müller. Mit ihren besonderen Steinbögen gilt sie als letzte Brücke ihrer Bauart. Sie soll künftig Teil des Mulderadwegs werden. Das dritte Objekt, das von den Mauergeldern profitiert, ist der Bergbaulehrpfad "Zinn Seifen" in Eibenstock, für dessen Sanierung 180.000 Euro fließen.

Der Mauerfonds speist sich aus Erlösen, die der Bund durch den Verkauf von Grundstücken erzielt, auf denen die Mauer zwischen DDR und BRD stand. Diese können von den früheren Eigentümern für ein Viertel des Verkehrswertes zurückgekauft werden. 15 Millionen Euro flossen schon in sächsische Objekte. (mu)

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