Sanierung der Fassade an der Stadtschule kostet 600.000 Euro

Vor 130 Jahren eingeweiht, bröckelt an dem Haus der Putz. Der Geburtstag wird jetzt dennoch gefeiert. Erst recht nach einem Stadtratsbeschluss - denn der stellte die Weichen für ein umfangreiches Bauprojekt.

Schwarzenberg.

Auf das 130-jähriges Bestehen ihres Hauses kann die Stadtschule Schwarzenberg zurückblicken. Dem Anlass sind am 1. Oktober eine nur auf Einladung zu besuchende Festveranstaltung in der Aula der heutigen Oberschule und am 2. Oktober ein internes Schulfest gewidmet. Das schönste - vor allem daswichtigste - "Geschenk" für die von Barbara Kunzmann geleitete Bildungseinrichtung gab es allerdings schon vorher: Für das denkmalgerechte Sanieren der in großen Teilen maroden Fassade bestätigten die Stadträte jetzt die Ausführungsplanung des Ingenieurbüros Ardoris aus Aue. Und zudem beschlossen sie, die notwendigen Bauleistungen - geschätzte Kosten 600.000 Euro - öffentlich auszuschreiben sowie die ursprünglich geplanten Gesamtausgaben in Höhe von 550.000 Euro auf nun 710.000 Euro zu erhöhen.

"Baustart soll im März 2020 sein", so Bauamtsleiterin Sybille Vogel. Die nun herrschende Klarheit zum Leistungsumfang und zur finanziellen Absicherung gibt Antwort auf Fragen, die bei Schülern und Lehrern, Eltern und Passanten in den zurückliegenden Monaten aufkamen. Nachdem im November 2018 eine Zierkonsole der vorderen Fassade heruntergefallen war, beauftragte die Stadt als Eigentümerin der Immobilie eine Fachfirma mit dem Begutachten der gesamten Fassade. Ergebnis: Es gibt akuten Handlungsbedarf. Ein Teil der Sanierungsarbeiten, die in zwei Jahresscheiben 2020 und 2021 ohnehin vorgesehen waren, muss vorgezogen werden.

Weitere absturzgefährdete Teile wurden vorsorglich entfernt, in Abstimmung mit der Schulleitung eine Absperrung vor der Hauswand und ein Schutzdach über dem genutzten Haupteingang aufgebaut. In das forcierte Planen der Sanierung ist von Anfang an der Denkmalschutz einbezogen. Denn das Gebäude hat durch Lage, Größe und Baustil stadtbildprägenden Charakter. Im Frühjahr rücken als Erste die Gerüstbauer an. Des Weiteren ausgeschrieben sind Klempner-, Putz-, Naturstein- und Malerarbeiten.

Das 1889 als Erste Bürgerschule eingeweihte Gebäude war schon wenige Jahre später um zwei Flügel erweitert worden. In DDR-Zeit kamen an der damaligen Ernst-Schneller-Oberschule ein Neubau für die zentrale Schülerspeisung, ein Heizhaus und eine Turnhalle hinzu.


Schulhaus wird 130 Jahre alt

1. Oktober, 19 Uhr: Festveranstaltung (auf Einladung) in der Aula mit Grußworten und Projekt "Zeitreise".

2. Oktober, 8 bis 14 Uhr: Internes Schulfest im Schulgelände, Klassen 4 aus Grundschulen der Stadt beteiligt; Musik und Tanz, Schulchronik, Theater, Schülercafé, Unfug-Olympiade, Bastelstrecke. 8 bis 10 Uhr: Spendenlauf durch die Altstadt mit Start und Ziel Schule, Zuschauer willkommen.

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