Schneeberger Bote blickt in die Geschichte

Heimatforscher starten alte Schriftenreihe in neuer Aufmachung

Schneeberg.

Von der ersten Ausgabe des neuen "Schneeberger Boten" wurden nur 100 Exemplare gedruckt, doch eines davon wird sogar in Schweden gelesen. Karin Lönnberg aus Linghem bekommt ihre Ausgabe druckfrisch zugeschickt. Sie ist Ahnenforscherin, ihr Vorfahr Carl Friedrich Lehmann stammt aus Schneeberg. Er war Bergmann und wanderte nach dem Ende des zweiten Berggeschreis im 18. Jahrhundert nach Schweden aus, wo er in einer Kupfermine arbeitete. Daher interessiert sich Lönnberg, die die Geschichte ihrer Familie erforscht, auch für die Schneeberger Historie.

"Ich habe für Karin in den hiesigen Kirchenbüchern recherchiert, so haben wir uns kennengelernt", sagt Stefan Espig. Der Genealoge aus Wildbach hat den "Schneeberger Boten" gemeinsam mit Ina Georgi wiederbelebt. Beide gehören dem Freundeskreis Stadtarchiv Schneeberg an. "Wir wollen den Leuten zeigen: Guckt mal, was früher hier alles los war", erklärt Espig. "Wir haben viel Stoff, den wollen wir in die Öffentlichkeit bringen."

Den ersten Boten gab es von 1915 bis 1923. Er berichtete über Kriegsgefallene, die Schneeberger Seminarstiftung und Geschichte. Die Neuauflage beschäftigt sich mit Geschichte und Ahnenforschung im Schneeberger Raum. "Alles mit Quellen belegt", sagt Espig. Jährlich sollen zwei Ausgaben erscheinen.

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