Schutz vor Hochwasser in Aue wird ausgebaut

Weitere Flutwände an Schwarzwasser und Mulde sind in Planung

Aue-Bad Schlema.

Die Bilder aus der überfluteten Neustadt in Aue gingen damals durchs ganze Land. Menschen in einem Schlauchboot, die durch eine überflutete Straße paddeln, die zerstörte Schillerbrücke, der überflutete Bahnhofsvorplatz ... 16 Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser vom August 2002 sind am Schwarzwasser und der Zwickauer Mulde, die sich mitten in Aue vereinen, mehrere Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt worden, die solche Überflutungen in Zukunft verhindern oder zumindest mindern sollen. Alle Pläne sind aber noch nicht realisiert. So will die Landestalsperrenverwaltung auch in diesem und im kommenden Jahr noch Schutzbauwerke installieren.

"Vor allem im Bereich des Schwarzwassers sind noch Lücken vorhanden" sagte Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU) im alten Jahr im Stadtrat. "Unser aktuelles Interesse ist der Lückenschluss im Bereich Kino." Stephan Gebauer, Ingenieur bei der Landestalsperrenverwaltung, erklärte, dass die entsprechenden Maßnahmen in Vorbereitung sind. So soll die Hochwasserschutzwand, die hinter der Damastweberei Curt Bauer und dem Neustadt-Center errichtet wurde, in diesem Jahr erweitert werden, um die Lücken zwischen der Bahnhofsbrücke und der Fußgängerbrücke an der Wasserstraße zu schließen.

"Wir müssen bis zum Ende der Schonzeit der Forelle warten", sagte Gebauer. "Die Arbeiten beginnen im zweiten Quartal und sollen bis 2020 abgeschlossen werden." Auch das jenseitige Ufer des Schwarzwassers erhält eine Hochwasserschutzwand. Die Planungen dafür sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden.

An der Zwickauer Mulde sind laut LTV zwischen der Fußgängerbrücke am Simmel-Markt und dem Zusammenfluss mit dem Schwarzwasser ebenfalls Abschnitte mit Schutzwänden geplant. Realisiert werden sollen dabei aber auch Pläne, die Aue attraktiver machen. So soll es künftig einen neuen Gewässerzugang im Bereich der Schulbrücke und einen Weg am Muldenufer entlang geben. Die Baugenehmigung liege bereits vor, sagte Gebauer im Stadtrat. Die Ausschreibung soll im ersten Halbjahr 2019 erfolgen.

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