Schwarzenberg investiert bis 2020 insgesamt 21,5 Millionen Euro

Seit 1. Januar gilt er - der zwei Jahre umfassende Haushaltsplan der Stadt. Die Kommune will in der Zeit viele Bauvorhaben umsetzen. Doch was ist mit dem Schuldenberg?

Schwarzenberg.

Alle Blütenträume werden auch diesmal nicht reifen. Dennoch: Die städtischen Investitionen in Schwarzenberg und seinen Ortsteilen erreichen 2019 und 2020 erneut ein beachtliches Niveau. Der von den Stadträten bei einer Gegenstimme auf den Weg gebrachte Doppelhaushalt sieht Investitionen von 10,3 Millionen Euro im laufenden Jahr und 11,2 Millionen Euro im kommenden Jahr vor.

Thomas Heidler, der im Rathaus das Sachgebiet Finanzmanagement leitet, war am Erarbeiten des umfangreichen Zahlenwerks maßgeblich beteiligt. Er weiß, dass die Investitionen nur zum Teil aus Eigenmitteln finanziert werden: 2019 fließen laut Planung 7,9 Millionen Euro Förderung in städtische Bauvorhaben, 2020 sind es 5,6 Millionen Euro. Bis die bewilligt sind, steht laut Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) einiges - vor allem beim Straßenbau - "noch auf etwas wackligen Füßen". In diesem Jahr sind Ausgaben zum Beispiel für Mitteldorf Pöhla, Robert-Koch-Straße, Grünhainer Straße, Roter Mühlenweg, Uferstraße, Am Schlosswald und Crandorfer Straße geplant, in kleinerem Maße für Sachsenfelder Straße und Radwegbrücken Pöhla. Große Brocken im Jahr 2020 stellen neben Mitteldorf Pöhla unter anderem August-Bebel-Straße, Sachsenfelder Straße und Hammerstraße Sachsenfeld dar.

Für die Straße Luchsbachtal in Pöhla sind Planungsmittel für 2020 berücksichtigt worden, im Jahr darauf dann eine Investition von zirka 645.000 Euro. Zeitverzug gibt es beim Umsetzen des Hochwasserschutzkonzepts für das Pöhlwasser. Dieses Millionenprojekt soll 2019 fortgesetzt und 2020 abgeschlossen werden. Mit der Gestaltung der Außenanlagen wird 2019 das Sanieren des alten Rathauses von Pöhla abgerundet. Die Zufahrt zum Hohen Hahn in Bermsgrün soll in diesem Jahr ebenfalls saniert werden.

Brandschutztechnisch auf Vordermann gebracht wird 2020 die Grundschule in Erla-Crandorf. Inklusive der Planung sind dafür zirka 450.000 Euro veranschlagt. Zeitlich daran anschließen sollen in Jahresscheiben für 2020 und 2021 bei laufendem Schulbetrieb größere Umgestaltungs- und Sanierungsarbeiten in der Oberschule Stadtschule. Umfang: etwa 500.000 Euro pro Jahresscheibe. "Hier haben wir aber durch die bröckelnde Fassade plötzlich akuten Handlungsbedarf", erklärte OB Hiemer gestern. "Wir müssen einiges vorziehen, die Planung forcieren." Das wird nicht einfach, zumal die Baubranche gut zu tun hat und die Denkmalschutzbehörde bei einer Begehung signalisierte, dass von der originalen Putzfassade - das Haus wurde 1889 eingeweiht - möglichst viel erhalten werden soll.

Eine sechsstellige Summe soll in diesem Jahr in das Erweitern der Infrastruktur am Hammerparkplatz in der Vorstadt fließen. Das Erneuern des Verkaufsraums der Tourist-Information am Oberen Tor ist hingegen auf 2020 verschoben worden. Vorangetrieben wird die Planung zum Sanieren und Umbauen des Hauses der Vereine. Dafür sind zwar keine Mittel im aktuellen Haushalt enthalten, "aber wir haben Reste aus dem Haushalt 2017/18", so Hiemer.

Nach Tilgung von 222.000 Euro (2019) und 144.000 Euro (2020) gilt die Stadt selbst als schuldenfrei. An der Verschuldung eigener Gesellschaften und an der von Zweckverbänden ist sie aber noch beteiligt.

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