Schwarzenburger - noch lokaler und deftig

Wer packt was zwischen die beiden Hälften eines Brötchens? Was Kreativität angeht, lassen die Schwarzenberger Künstler nichts anbrennen.

Schwarzenberg.

Was die Idee zu einem erzgebirgstypischen "Arzgeburger" angeht, so ist diese so neu nicht. Das sagt Lydia Schönberg. Sie hatte den "Freie Presse"-Beitrag über die neue Burger-Kreation in Aue-Bad Schlema gelesen.

"Wir sind mit unserem ,Schwarzenburger' da sogar noch ein bisschen lokaler", meint sie, die in der Schwarzenberger Szenekneipe "Kunst & Kneipe" bestimmt, was auf den Tisch kommt. Den Schwarzenburger in Schwarzenberg gibt es laut Lydia Schönberg schon seit drei Jahren. "Aber nicht immer", schränkt sie ein. Derzeit nicht. Der Grund: "Im Sommer wollen die Leute eher etwas Leichtes. Diese Erkenntnis beruht laut Schönberg auf jahrelanger Kneipenerfahrung.


Heißt das wiederum, dass der "Schwarzenburger" dem Gast etwa schwer im Magen liegt? "Nein, aber er ist deftig. Denn in dem Vollkornbrötchen liegt eine gebratene Scheibe Kassler mit Sauerkraut auf dem Salatblatt. Dazu kann der Gast zwischen zwei selbst gemachten Würzsoßen wählen. Entweder Meerrettich- oder Senfsoße", erklärt sie. Der Clou des Gerichts sei allerdings die kleine Fahne der "Freien Republik Schwarzenberg", die auf jedem Burger steckt, der serviert wird. "Die sind wirklich von Hand gemacht", hebt Lydia Schönberg hervor.

Die Fähnchen fertigt Künstlerin Christine Beier. "Jedes Exemplar ist also ein Unikat", scherzt die Künstlerin, die sich eigentlich durch ihre faszinierenden Blaudruckarbeiten einen Namen gemacht hat. Und wer sich in der und um die Künstlerkneipe an der Oberen Schlossstraße in Schwarzenberg genauer umschaut, wird an zahlreichen Stellen die Handschrift ihrer Kunst entdecken.

Doch wie kam es zu dieser speziellen Idee? "Es war eine Wortspielerei", sagt Holzgestalter Jörg Beier, der ebenso zum Team der Künstlerkneipe gehört. "Wir haben ja mit unserem ,Arnold Schwarzenberger' schon so etwas ähnliches vor der Tür. Und dann bot sich ein Schwarzenburger natürlich an, als wir mal über neue Gerichte für unsere kleine Speisekarte nachgedacht haben."

Voriges Jahr auf dem Schwarzenberger Weihnachtsmarkt gab es einen weiteren "Erzgeburger". Den bot damals Julian Lorenz an. Der junge Mann nahm das als Testlauf, der einschlug. In diesem Jahr hat sich Lorenz selbstständig gemacht und verspricht Überraschendes. Doch dazu nächste Woche mehr.

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