Seniorenverband mischt weiter kräftig mit

Sie nennen sich Bund der Ruheständler, Rentner und Hinterbliebenen. Und sie sind ein Verein, der sich um die Rechte der Senioren kümmert und Probleme aufzeigt.

Schwarzenberg.

Wer die drei großen Buchstaben BRH in die Suchmaske einer bekannte Suchmaschine im Netz eingibt, bekommt drei Lösungsvorschläge: Denn BRH steht sowohl als Kürzel für den Bundesverband für Rettungshunde, den Bundesrechnungshof als auch für den Seniorenverband vom Bund der Ruheständler, Rentner und Hinterbliebenen. Um Letzteren geht es, denn ihn gibt es seit nunmehr 25Jahren auch in Schwarzenberg. Er wurde am 6. Mai 1992 gegründet. "Damals eigentlich aus dem Grund, um für Rentengerechtigkeit in Ost und West zu streiten", erklärt Klaus Kleiner, Sprecher des Regionalverbands Schwarzenberg. Zwar sei diese noch immer nicht erreicht, "aber ein nächster Schritt ist ja greifbar", so Joachim Schramm, der seit 2011 den Vorsitz innehat. "Momentan gibt es jährliche Erhöhungen, das heißt, eine allmähliche Anpassung ist erkennbar. Wir werden das interessiert weiter verfolgen", sagt Schramm, der mit seinen aktuell 41Mitgliedern im Verband eine aktive und agile Arbeit organisiert. Eine Veranstaltung pro Monat ist das Minimum.

"Das Interesse unserer Mitglieder ist breit gefächert. Wir beschäftigen uns mit heimatkundlichen Themen ebenso wie mit aktuell gesellschaftlichen Problemen, diskutieren mit Politikern, schauen uns moderne Firmen in der Region an oder besuchen Gesundheitsvorträge. Wir unternehmen aber auch viel Geselliges wie Wanderungen, Mehrtagesreisen und feiern auch gern", skizziert er die Bandbreite der Angebote.


"Wir ,Alten' gehören noch lange nicht zum alten Eisen", sagt Schramm selbstbewusst. Denn aus heutiger Sicht habe schon die nächste Rentnergeneration mit weitaus größeren Sorgen zu rechnen, heißt es. "Wir müssen in unserem Land die soziale Gerechtigkeit wieder mehr in den Mittelpunkt rücken", fordert Schramm. Wenn all jene ins Rentenalter eintreten, bei denen die gebrochenen Erwerbsbiografien die Rentenwerte haben sinken lassen, sei Altersarmut praktisch vorprogrammiert.

Gestartet ist der BRH Schwarzenberg 1992 nicht allein. Damals gründeten sich auch in Aue und Annaberg regionale Ableger, die allesamt unters Dach des sächsischen Landesverbands des BRH in Dresden gehören. Heute ist Schwarzenberg noch einer von insgesamt acht im Regierungsbezirk Chemnitz. "Sowohl Annaberg als auch Aue haben sich aufgelöst", weiß Kleiner. Allerdings haben die Schwarzenberger seit jeher auch Mitglieder aus dem Auer Raum. Christa Lauckner aus Lauter war über viele Jahre die Vorsitzende. Die Gründung 1992 hat Sigrid Hagemann aus Markersbach angestoßen, die damals für die "Nelken" das Abgeordnetenbüro in Dresden geleitet hat. "Damals ging es ja hoch her ums Rentenüberleitungsgesetz", erinnert sie sich.

Heute beschäftigen sich die Mitglieder des BRH mit Fragen rund um die Pflege, denn die meisten wollen möglichst lange und selbstbestimmt Wohnen. Ebenso ein Thema ist die digitale Welt: " Denn wir wollen schon noch bissel mitmischen", formuliert Schramm das Ziel für Kommendes.

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