Sonderbriefe würdigen Wiesenthaler K3

Der Rittersgrüner Verein Partnerschaftskomitee hat gute Kontakte nach Oberwiesenthal. Dort wird nun auf die fünf Jahre seit der Eröffnung eines Hauses der Kultur geblickt - und Rittersgrüner reisen mit postalischen Belegen an.

Rittersgrün/Oberwiesenthal.

Es ist schon wieder fünf Jahre her, dass in Oberwiesenthal das K3 eröffnet wurde. Seither haben im sanierten und um einen Anbau erweiterten ehemaligen königlich-sächsischen Forstamt Gästeinformation, Museum und Bibliothek ihr Domizil. Der 5. Geburtstag des K3 wird am bevorstehenden Wochenende gefeiert - und der Verein Partnerschaftskomitee aus Rittersgrün, der schon vorm Neubeginn nach Um- und Anbau guten Kontakt zur Leitung des Hauses pflegte, ist dabei. "Wir geben einen Sonderbrief zur ständigen Ausstellung über Anton Günther mit seinem Bildnis und einen Zwei-Länder-Brief heraus, der in Bozi Dar einen zweiten Tagesstempelabschlag erhält", erklärt der 2. Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Knabe.

Die Briefe sind mit individuellen Marken der Deutschen Post und mit tschechischen Marken frankiert. In der Postagentur Oberwiesenthal am Markt erhielten sie den großformatigen Tageswerbestempel der Deutschen Post. "Dieser Stempel ist allein schon eine Rarität, denn er zeigt neben dem Fichtelberg in abstrakter Weise auch die Seilbahn, die hinaufführt", sagt Knabe. Stempel dieser Art gebe es nur noch auf der Zugspitze, auf dem Brocken und in Warnemünde. "Wie lange dieser Stempel noch für touristische Werbezwecke in der Postagentur des Kurortes genutzt werden kann, ist derzeit unklar", so der Rittersgrüner Heimatfreund. Die beiden Sonderbriefe werden am Samstag, 14. September, von 10 bis 14.30 Uhr am Stand der Gästeinformation erhältlich sein.


Schon vor fünf Jahren anlässlich der Eröffnung des K3 waren die rührigen Heimatfreunde vom Verein Partnerschaftskomitee zur Stelle: Sie betrieben ein Sonderpostamt. "So ein historisches Gebäude zu erhalten und es nutzen, indem man es zu einem Haus der Kultur macht, halten wir für eine sehr gute Idee", gab Knabe damals die Meinung des Partnerschaftskomitees wieder, das viele Aktivitäten von Heimatfreunden diesseits und jenseits der sächsisch-böhmischen Grenze unterstützt. Im ersten Obergeschoss des K3 ist eine Ausstellung dem tief in seiner Heimat verwurzelten erzgebirgischen Sänger, Dichter und Maler Anton Günther gewidmet. Das war 2014 Grund genug für den Verein aus Rittersgrün, die letzten von ihm in den zwei vorangegangenen Jahren herausgegebenen Anton-Günther-Gedenkbriefe zu präsentieren.

Das Wiesenthaler K3 ist inzwischen eine wichtige Institution für den Kurort Oberwiesenthal und die Umgebung geworden. In DDR-Zeit ein Skimuseum mit ausgetretenen Holztreppen und mit Ausstellungsräumen bis unters Dach, wurde das Gebäude von Grund auf saniert und erweitert. Neben Sonderausstellungen zeigt das Museum in ständigen Expositionen die Erfolge erzgebirgischer Athleten vorwiegend im Wintersport. Zu sehen sind auch erzgebirgische Volkskunst, Bilder des in Oberwiesenthal geborenen Expressionisten William Wauer (1866-1962) und nicht zuletzt interessante Einblicke in das Leben und Wirken von Anton Günther (1876-1937).

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