Sperrungen bieten Stoff für reichlich Diskussionen

In Lauter-Bernsbach fühlen sich Anwohner schlecht informiert

Lauter-Bernsbach.

Sperrscheiben, Umleitungen - das Thema Straßenbau und die damit verbundenen Folgen hat am Donnerstagabend in der Mehrzweckhalle in Bernsbach für große Diskussionen gesorgt. Die Stadtverwaltung Lauter-Bernsbach hatte zu einer Einwohnerversammlung eingeladen - knapp 100 Bürger kamen.

Hauptamtsleiter Ronny Schott erläuterte beispielsweise, warum die Bockauer Straße in Lauter seit einem Monat voll gesperrt ist. Sie sei lange als Umleitungsstrecke genutzt worden. "Jetzt gab es einen Rückstau an Maßnahmen." Vor allem warten Häuslebauer auf Hausanschlüsse. Eigentlich sollten die Arbeiten einen Monat dauern. Nun bat die Baufirma um Verlängerung bis 11. November. Anwohner beklagten, dass sie kaum bis gar nicht über die Sperrung informiert worden seien. Ein grundsätzliches Problem, räumte Schott ein. Dafür seien die Baufirmen zuständig. "Doch die tun das oft zu spät oder gar nicht."

Die Stadt will das künftig verstärkt kontrollieren. Kurzfristig gebe man solche Sperrungen über das soziale Netzwerk Facebook bekannt. Auf Anregung eines Bürgers will die Kommune auch auf der eigenen Internetseite darauf verweisen. Lauter-Bernsbach könne eine Sperrung sogar verbieten, wenn Firmen Anwohnern nicht Bescheid geben. "Aber dann wird am Ende gar nicht gebaut. Das wissen die Betriebe. Die spielen auch mit uns", sagte Bürgermeister Thomas Kunzmann. Mit einheimischen Firmen arbeite man meist gut zusammen. Probleme gebe es eher mit Unternehmen von außerhalb, die durch die vorgeschriebenen öffentlichen Ausschreibungen zum Zug kommen. Auf einige Arbeiten, zum Beispiel das Anheben der Schachtdeckel in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße, seien zudem nur wenige Firmen spezialisiert. Es sei längst ein Betrieb beauftragt. "Doch der hat uns bis jetzt hängen lassen", sagte Andreas Seltmann, Leiter des Bereichs Bau und Liegenschaften.

Die Stadt gab auch bekannt, dass die Bockauer Straße 2020 weiter gebaut wird - mit erneuter Sperrung. Anwohner, Pflegedienste und Taxifahrer erhalten eine Genehmigung vom Sachsenforst für das Nutzen einer Ausweichroute. Bockauer, die beispielsweise in Lauter arbeiten, bekommen diese Erlaubnis nicht.

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