Sportpark bekommt neuen Chef

Auf dem Rabenberg bei Breitenbrunn vollzieht sich ein Generationswechsel. Alexander Hodeck (34) wird als Geschäftsführer Nachfolger von Urgestein Andreas Decker (64).

Breitenbrunn.

Fast ein Vierteljahrhundert hat Andreas Decker die Geschicke des Sportparks Rabenberg in Breitenbrunn gelenkt. Nun räumt der 64-Jährige den Chefsessel, den er am 1. Januar 1993 übernommen hatte, und macht, wie er sagt, "Platz für die jüngere Generation". Diese Generation heißt in dem Fall Alexander Hodeck (34). Der promovierte Sportwissenschaftler freut sich über die Chance: "Es ist eine ideale Lösung - so einen gemeinschaftlichen Übergang wünscht sich wohl fast jeder."

Mit dem Übergang meint er die zwei Jahre, in denen der scheidende Chef ihn als Berater begleiten wird. Decker war es auch, der den Eibenstocker vor einiger Zeit fragte, ob er sich den Chefposten im Sportpark vorstellen könnte. "Ich habe mich intensiv damit beschäftigt und dann meine Entscheidung getroffen", so Hodeck. Beide freuen sich auf die gemeinsame Zeit an der Spitze des Sportparks, zu dem auch die Sportschule Werdau und die Sportpension Dresden gehören. Auch die beiden anderen Einrichtungen würden vom Rabenberg aus gesteuert.

"Aus meiner Sicht ist der gleitende Übergang sehr sinnvoll", erklärt Decker. "Alexander ist Seiteneinsteiger. Und unser Sportpark ein großes Gebilde. Salopp gesagt, ist Brot für Zwei da." Sowohl sein Rücktritt als Geschäftsführer 2016 als auch das koordinierte Überleiten seien Wünsche gewesen, die Decker bereits vor zwei Jahren äußerte. Zudem stimme zwischen beiden die Chemie.

"Wir kennen uns seit etwa vier Jahren, arbeiten im Präsidium des Landessportbunds zusammen", sagt Hodeck. Decker hatte als Präsident jenes Bundes ab 1990 entscheidenden Anteil daran, dass die Breitenbrunner Einrichtung, in DDR-Zeiten Sportschule, nicht unter den Hammer kam. "Es war ein langer, schwieriger Prozess der Meinungsbildung", blickt er zurück. Die Pläne reichten von Plattmachen bis Kur-Zentrum. "Letztlich hat sich der Sport durchgesetzt." 1992 beschloss eine Riesenrunde den Erhalt der Einrichtung. Um sie betreiben zu können, wurde der Verein Sport- und Bildungszentrum Rabenberg gegründet, der sich heute Sportpark Rabenberg nennt.

Vieles war abgewirtschaftet, der Investitionsbedarf war groß. Zu den ersten Arbeiten gehörte der Umbau von Hauptgebäude und Küche. Die Bettenzahl stieg von 200 Mitte der 1990er-Jahre auf heute 400. "Wir haben im Jahr 80.000 Übernachtungen, etwa 70 Prozent Auslastung", so Decker. Da es im Sportpark gut läuft, will Hodeck nicht alles auf den Kopf stellen: "Das wäre dumm. Aber wird dürfen nicht stehen bleiben, müssen uns weiterentwickeln, um nicht ins Hintertreffen zu geraten." Als Herausforderung sieht er die Personalsuche. An den drei Standorten gibt es etwa 100 Arbeitsplätze. Fachkräfte zu finden werde nicht einfacher.

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