Stadt saniert Trafoanlage am Waldplatz

Das Areal soll für Lauter-Bernsbach erhalten bleiben. Es ist eine Feier- und Sportstätte zugleich. Dabei spielt auch ein Waldfriedhof eine Rolle.

Lauter-Bernsbach.

Das Areal rund um den Waldplatz in Bernsbach verändert sich Schritt für Schritt und soll ab 2019 einer ganz neuen Bestimmung übergeben werden: Im Mischwald des Ortsteils Oberpfannenstiel entsteht direkt im Umfeld des Sportplatzes, der auch als Feierstätte genutzt wird, der erste Waldfriedhof im Erzgebirge. Derzeit läuft noch das Genehmigungsverfahren. Die Stadt Lauter-Bernsbach hat sich jedoch schon klar zu diesem Vorhaben der Waldbesitzer bekannt - nicht zuletzt, da sie später wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, ja auch als Trägerin des Waldfriedhofs fungieren wird. "Wir wollen deshalb möglichst bald noch Fördermittel nutzen, um den Waldplatz, der ja in seiner Form bestehen bleiben wird, insgesamt auf Vordermann zu bringen", sagte Bürgermeister Thomas Kunzmann (Freie Wähler). Denn es bestehe Handlungsbedarf.

Und die Chancen auf Zuschüsse übers Leader-Programm, das aus einem Topf der Europäischen Union den ländlichen Raum stärken soll, stünden derzeit gut, sagt er. Deshalb wolle man Mittel beantragen, um die Trafoanlage des Waldplatzes, der mitten im Grün liegt, wieder herzurichten. Dass das kein Pappenstiel ist, haben Planer herausgefunden. Ein von der Kommune beauftragtes Ingenieurbüro hat sich im Zuge der Erstellung des Fördermittelantrags die Anlage genau angeschaut und überprüft. Ergebnis: Die Planer gehen von einer nötigen Investition in Höhe von rund 52.000 Euro aus. Dabei geht es vor allem um die Erneuerung der elektrischen Anlage mit Stromverteiler, aber laut Thomas Kunzmann sind beispielsweise auch die Leuchtmasten in die Jahre gekommen. "Da gibt es eine Menge zu tun. Allein mit der Trafoanlage ist es sicher nicht getan", vermutet er.

Eine Änderung gab es bei der Förderhöhe. "Der ursprüngliche Fördersatz hat sich von 60 auf 50 Prozent reduziert." Das bedeutet Mehrausgaben an Eigenmitteln für die Stadt - demnach muss sie 7000 Euro zusätzlich einplanen, als im Haushaltsplan für die Maßnahme veranschlagt sind. Dieser überplanmäßigen Ausgabe haben die Stadträte aber zugestimmt, denn alle wollen den Waldplatz erhalten. Er ist unter anderem Schauplatz für das Waldfest der Oberpfannenstieler, das in den vergangenen Jahren stets starken Regengüssen zum Opfer fiel.

Daher setzte man erst einmal eine Weile aus, um es dieses Jahr mit einer Neuauflage zu versuchen. Ironie des Schicksals: Die im August geplante Fete musste wegen der sengenden Hitze und Waldbrandgefahr abgesagt werden. "Das ändert nichts daran, dass wir uns zu dem Areal bekennen, das mit dem Friedhof dann ja auch eine Aufwertung erhält. Etwa durch zusätzliche Parkplätze und Toiletten", so Kunzmann. Die beschlossenen Mehr-Ausgaben können auch sinken. "Wir haben jetzt erst mal so viel veranschlagt, dass wir auf jeden Fall hinkommen."

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