Stadtchef sucht 32 Mannschaften

Die Bürgermeisterwette zur Fußball-WM, die im Rahmen des Schneeberger Bergstreittages aufgelöst wird, hat es in sich. Daher rührt Ingo Seifert bereits kräftig die Werbetrommel bei den Vereinen.

Schneeberg.

Was haben die Fußball-Weltmeisterschaft und der Bergstreittag in Schneeberg gemeinsam? Auf den ersten Blick sehr wenig, auf den zweiten sehr viel. Denn nicht nur in Russland werden 32 Teams für die Endrunde der WM benötigt, sondern auch in Schneeberg. Zumindest braucht diese 32 Mannschaften Stadtchef Ingo Seifert, wenn er die Bürgermeisterwette, die im Zuge des Bergstreittags über die Bühne geht, nicht verlieren will.

Schon zum dritten Mal lässt sich Seifert zu einer Verrücktheit herausfordern. Nach dem 2016 Nachwuchs-Habit-Träger und 2017 Wintersportler im Komplettoutfit bei hochsommerlichen Temperaturen vom Stadtchef gesucht worden waren, braucht er diesmal die Unterstützung von 352 Menschen. Andreas Weigel, Geschäftsführer der Firma Diginetmedia mit Sitz im Gewerbegebiet Schneeberg, behauptet: "Wetten, dass es Bürgermeister Ingo Seifert nicht schafft, 32 Mannschaften auf den Markt zu holen, die als Teams auftreten und das Lied ,Fußball ist unser Leben' singen."

Natürlich ließ man sich bei der Wette von der Fußball-WM in Russland inspirieren und natürlich ist allen Beteiligten klar, dass dies für den Stadtchef kein Spaziergang wird. "Doch genau darum geht es ja", sagt Katja Reichert vom Team des Kulturzentrums "Goldne Sonne". Es solle schon eine spannende Wette sein, deren Ausgang offen ist. Schließlich kann sich auch der Wetteinsatz sehen lassen. "Sollte ich verlieren, dann bekommt die Stadt einen virtuellen Rundgang des Rathauses von uns gesponsert", so Weigel, dessen Firma sich genau darauf spezialisiert hat. Der Wert dieses Wetteinsatzes liegt im vierstelligen Bereich. Auch der Wetteinsatz des Bürgermeisters hat es in sich: "Sollte ich die 32 Mannschaften nicht zusammen bekommen, dann werde ich eine ganze Woche lang an verschiedenen Schulen als Schülerlotse arbeiten", so Seifert, dem klar ist, dass sich mancher angesichts dieses Angebots sogar wünscht, dass er verliert.

Deshalb überlässt Seifert nichts dem Zufall, reist von Verein zu Verein und rührt für den 21. Juli, also für den Samstag vorm Bergstreittag und die Bürgermeisterwette, die Werbetrommel. Zudem weisen sowohl Seifert als auch Weigel daraufhin, dass es nicht nur Fußball-Mannschaften sein müssen. "Das kann auch die Saunagruppe sein", sagt Seifert. Doch Weigel ergänzt: "Wichtig ist nur, dass das elfköpfige Team als Mannschaft zu erkennen ist. Und dass es einen Kapitän und ein Teammitglied gibt, das sichtbar als Torwart durchgeht."

Die Teams sollten sich am 21. Juli gegen 15 Uhr einfinden, der Bühnenauftritt ist 15.45 Uhr. "Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich", so Katja Reichert, die die Fäden der Bürgermeisterwette im Rahmen des Bergstreittags, der in diesem Jahr als zweitägiges Fest gefeiert wird, in den Händen hält.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...