Stadtschule feiert 130 Jahre - intern

Mit einem inhaltlich einfallsreich umgesetzten Programm haben Schülerinnen und Schüler der Einrichtung die Festveranstaltung umrahmt. Beim Schulfest waren die Viertklässler aus den Grundschulen eingeladen.

Schwarzenberg.

Auf eine Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen der Schule hatte man 1989 - wendebedingt - verzichtet. Dafür wurde das 110-Jährige im Jahr 1999 groß gefeiert, ebenso wie das 120-Jährige im Jahr 2009. Nun also sind bereits 130 Jahre ins Land gegangen, seit der feierlichen Eröffnung der Stadtschule Schwarzenberg.

Feiern oder nicht? Diese Frage stand in den vergangenen Wochen erneut im Raum. Mit einer unterhaltsamen "Zeitreise" drehten die Schülerinnen und Schüler, die Pädagogen des Hauses sowie ehemalige Schüler - nunmehr als Gäste - das Rad der Geschichte zurück. Eine kurzweilige, informative und emotionale Zeitreise war es, die in dieser Woche zur abendlichen Festveranstaltung für geladene Gäste über die Bühne der Aula ging - in Worten, mit Liedern und Tänzen lebendig und leicht bekömmlich kredenzt.

Die einst durch den langjährigen Schulleiter Horst Kröber zum 110-jährigen Bestehen erstellte Chronik der Schule diente als historische Reiseroute dazu. Und ein Großteil der Gäste dieses Abends, zu denen neben vielen ehemaligen Lehrerkollegen und aktueller Politprominenz auch zahlreiche Stadträte gehörten, waren sicher viele, die selbst einst in diesem Haus die Schulbank gedrückt haben. Unzählige Schwarzenberger haben in diesem Haus an der Erlaer Straße das Abc, das Lesen und Schreiben und das kleine Einmaleins erlernt, hegen sicher lebendige Erinnerungen an den Kunstunterricht mit "Herrn Herrklotz" oder an die Chemiestunden mit Achim Künzel. Über etliche Generationen hinweg wurde in diesen Räumen der Grundstein für die unterschiedlichsten Lebenswege gelegt. Und selbst wenn - wie es aktuell der Fall ist - die Fassade des altehrwürdigen Schulhauses bröckelt, so ist es eben nur die Fassade. Im Inneren, so wurde deutlich, wird zeitgemäß und lebendig gelehrt und gelernt. Das hat das Programm der jungen Leute einmal mehr unter Beweis gestellt.

"Wenn ich das hier so sehe und erlebe, ist es mir wirklich unverständlich, warum manche Schwarzenberger ihre Schule scheuen", sagte Andreas Stark, der als Vertreter des Landratsamtes die Grüße des Landrates überbrachte. Seine Bemerkung zielt auf die rückläufigen Anmeldezahlen ab, mit denen die Einrichtung seit einigen Jahren zu kämpfen hat. Und er verband dies zugleich mit dem gut gemeinten Rat: "Tragen Sie es doch hinaus, wie schön es hier ist."

Eine Schule ist ein offenes Haus, in dem jene, die dort lernen, sehr wohl einen besonderen Schutz genießen. Das steht jedoch in keinerlei Widerspruch dazu, dass man sich Gäste einladen kann, um zu zeigen, was hinter der Fassade geschieht. Das Schulfest für die Schülerinnen und Schüler fand am Mittwoch statt. Es begann mit einem Spendenlauf durch Altstadt und bot anschließend noch Unterhaltsames im Schulhaus - von Musik über Theater und Tanz bis hin zum Schülercafé. Allerdings "schulintern", lediglich Viertklässler aus anderen Schulen der Stadt waren eingeladen.

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