Straßenbahn rollt ab Ende 2020 bis Aue

Ende des Monats sollen die Bauarbeiten beginnen

Aue/Schwarzenberg.

Neun Brücken, fünf neue Haltestellen, vier Pendler-Parkplätze, fünf Verknüpfungsstellen für Bus und Bahn sowie drei Kreuzungsbahnhöfe sollen bis nächstes Jahr an der Bahnstrecke von Chemnitz nach Aue gebaut werden. Mit diesen Arbeiten soll die Eisenbahnstrecke für das Chemnitzer Modell fit gemacht werden. Ab Ende 2020, kündigte der Bauherr, der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS), am gestrigen Montag an, verbinden Straßenbahnen die City mit dem Erzgebirge.

Vergangene Woche hatte das Eisenbahnbundesamt den Planfeststellungsbeschluss und damit Baurecht erteilt. Am 30. Juli sollen die Bauarbeiten laut VMS beginnen. 65 Millionen Euro sollen die Bauarbeiten kosten. Der Ausbau der Strecke nach Aue ist laut VMS-Geschäftsführer Harald Neuhaus ein "wichtiger Meilenstein fürs Chemnitzer Modell". Damit werde das Zwönitztal besser an Chemnitz angebunden. "Für Touristen und Tagesausflügler ebenfalls eine attraktive Verbindung", so Neuhaus. Diese sowie Pendler sollen die Straßenbahnen künftig zumeist im Halbstundentakt bis Thalheim und stündlich bis Aue fahren. Die Erzgebirgsbahn war stündlich unterwegs. Seit September ist die Bahnstrecke wegen vorbereitender Bauarbeiten gesperrt. Pendler und Reisende müssen auf Busse umsteigen. Im Erzgebirge wird eine neue Buslinie von Schwarzenberg über Stollberg nach Zwönitz führen und Pendler zur Bahn bringen. Ursprünglich sollten die Straßenbahnen des Chemnitzer Modells bereits seit Ende 2018 Chemnitz mit Aue verbinden. Doch zusätzliche Arbeiten bei der Planung der Bauarbeiten sowie das Warten auf den Planfeststellungsbeschluss verzögerten das Vorhaben. Der Ausbau des Chemnitzer Modells geht indes weiter. 2020 ist Baustart für den Anschluss von Oelsnitz im Erzgebirge, teilte der VMS mit. (afn)

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