Sturmtief fegt über Region - Baum stürzt auf Geländewagen

Das Wochenende ging im Altkreis stürmisch zu Ende. Die Feuerwehr musste gleich zu mehreren Einsätze ausrücken.

Aue/Schwarzenberg.

Mit starken Sturmböen ist Tief "Eberhard" über das Erzgebirge gezogen. Vielerorts knickten Bäume um - so in Lößnitz, Bad Schlema und Annaberg.

Auf der Bundesstraße 169 zwischen Aue und Lößnitz stürzte ein Baum am Sonntagabend auf einen vorbeifahrenden Geländewagen. Dabei wurde der Fahrer (58) schwer verletzt, er musste mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden. Die Bundesstraße blieb in Höhe des Erzgebirgsstadions lange voll gesperrt. Feuerwehrleute zerlegten den Baum mit einer Kettensäge.

Auch in Zwönitz hielt eine zirka 15 Meter hohe Fichte einer Böe nicht stand und fiel auf die Alte Lößnitzer Straße. Gegen 18 Uhr rückten Kameraden der Feuerwehr aus und räumten die Straße in Höhe der Gaststätte Jägerhaus zur Brettmühle frei.

Nahezu verschont von Sturmtief "Eberhard" blieb die Region um Schwarzenberg. Die Schwarzenberger Feuerwehrleute mussten lediglich zu einem Unwetter-Einsatz ausrücken, um einen umgestürzten Baum in Jägerhaus von der Straße zu räumen. Die Beierfelder Wehr wurde am Samstag alarmiert, weil ein Dixi-Klo durch eine Sturmböe auf die August-Bebel-Straße geschleudert worden war. "Ansonsten war es vollkommen ruhig", sagt Feuerwehrchef Jörg Zimmermann.

Die Hilfe der Feuerwehrleute aus Raschau-Markersbach war erst am Montagvormittag vonnöten. Die Markersbacher mussten die abgeknickte Spitze einer Fichte vor der Kinderarche in Markersbach herunterholen. Und die Raschauer wurden gegen 10.30 Uhr gerufen, weil ein Baum zwischen Beethovenstraße und Dr.-Otto-Nuschke-Straße auf den Gleisen der Bahnstrecke lag.

Erzgebirgsweit gab es nach Angaben des Landratsamtes 95 sturmbedingte Einsätze der Feuerwehren, die bis Montagmorgen andauerten. Bäume und Äste mussten von Straßen, Grundstücken und Freileitungen beräumt werden. Größere Schäden, heißt es, seien im Kreisgebiet aber nicht bekannt geworden.

Nach Angaben des Staatsbetriebs Sachsenforst sind jedoch allein im Forstbezirk Eibenstock durch den Sturm etwa 10.000 Festmeter Holz umgeworfen worden. Das Ausmaß sei mit dem Sturmtief "Friederike" vergleichbar, das im Januar vergangenen Jahres in Deutschland wütete. "Hauptsächlich sind Fichten auf nassen Standorten und auf Bergkuppen umgekippt", sagt Sprecherin Christin Leuschner. "Wegen ihrer flachen Wurzel finden die Fichten auf diesen Standorten wenig Halt." Waldarbeiter sowie Forstunternehmer seien nun dabei, zugebrochene Wege freizuschneiden.

Der Sachsenforst bittet Bürger, zur eigenen Sicherheit in den nächsten Tagen den Wald bei Stürmen zu meiden. Generell gelte, heißt es, dass das Betreten des Waldes auf eigene Gefahr erfolgt. (mit nikm/mär)

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