Suche nach Geldquelle für Tankauto läuft

Noch ist offen, ob die Wasserwerke Westerzgebirge Fördermittel für den Kauf eines Spezialfahrzeuges erhalten. Die Grünen drängen auf eine schnelle Lösung des Problems.

Schwarzenberg.

Es ist der zweite extrem heiße Sommer in Folge. Demnach ist es nicht von der Hand zu weisen oder gar unmöglich, dass es mit der Wasserversorgung mal eng werden kann - bei einer Havarie beispielsweise. Genau deshalb wollten die Wasserwerke Westerzgebirge mit der Investition in einen mobilen Wassertankwagen einem solchen Szenario vorbeugen. Sie wollten gewappnet sein.

Doch die dafür beantragten Fördergelder aus einem Förderprogramm für den ländlichen Raum wurden abgelehnt. "Nicht nachvollziehbar" für Volkmar Zschocke, dem Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Grüne. Deshalb wandte er sich jetzt mit einer Kleinen Anfrage an die sächsische Staatsregierung.


Aus der nun vorliegenden Antwort des Umweltministers Thomas Schmidt (CDU) geht hervor, dass der Anschlussgrad an die zentrale Trinkwasserversorgung im Erzgebirgskreis mit 98,9 Prozent unter dem sächsischen Durchschnitt (von 99,3 Prozent) liegt und sich die betroffenen Bürger über Einzelbrunnen oder kleine, dezentrale Anlagen versorgen müssen. Im Gebiet des Zweckverbands Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) finden sich solche Beispiele in Ortsteilen von Breitenbrunn, Stützengrün, Elterlein oder Zwönitz.

Nach Ansicht des Umweltministers schaffe eine Trinkwasserversorgung durch mobile Einheiten (wie Tankwagen) bei Ausfällen Sicherheit in solchen dezentral versorgten Bereichen. Der Erzgebirgskreis begründete die Ablehnung des Antrages mit dem theoretisch möglichen Einsatz der Fahrzeuge außerhalb der Fördergebietskulisse. Gerade weil es sich um mobile Gerätschaften handele, seien die Fördervoraussetzungen nicht gegeben. Auch eine seitens des Wasserversorgers angebotene Einsatzdokumentation lassen die Behörden nicht gelten.

Auf die Frage Zschockes nach anderweitigen Möglichkeiten für die Bezuschussung des Containerfahrzeugs, verweist die Staatsregierung auf die derzeitige Prüfung alternativer Förderungen. Anfang Juni 2019 hatte der ZWW als Antragsteller offiziell Widerspruch gegen die Ablehnung der Gelder eingelegt. Im Antwortschreiben heißt es dazu: Man wolle dem Ergebnis des Widerspruchsverfahren nicht vorgreifen.

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