Tierpark-Förderverein finanziert neuen Badeteich für Fischotter

Im Natur- und Wildpark Waschleithe leben derzeit mehr als 250 Tiere. Damit sich alle wohlfühlen, helfen auch die Paten kräftig mit.

Waschleithe.

Familie Fischotter fühlt sich pudelwohl in ihrem neuen Badeteich. Das können alle Besucher des Natur- und Wildparks in Waschleithe sehen. Denn, obwohl sie eigentlich scheu sind, leben sie derzeit ihre Schwimm- und Tauchkünste genüsslich aus - allen voran Familien-Oberhaupt "Danilo".

Kein Wunder, schließlich muss die fünfköpfige Fischotter-Familie erst einmal erkunden und testen, was die Baufirma Klotz mit dem kleinen Bagger in ihrem Gehege so alles angestellt hat. Dafür mussten die neugierigen Schwimmer sogar für zwei Tage in den unteren Teil des Teiches umziehen, berichtet Elvira Schmaedecke, die Vorsitzende vom Förderverein des Natur- und Wildparks Waschleithe. "Wir mussten die Anlage bauen. Das war dringend notwendig, weil Wasser weggelaufen ist und auch die Steine immer mehr abgesackt sind", sagt sie. Jetzt ist zumindest der obere Teil des Teiches wieder dicht, der steinerne Rand solide verfestigt. Mehr als 3000 Euro hat das gekostet. Und weil der Förderverein der Stadt für diese Maßnahme finanziell unter die Arme greift, hat Elvira Schmaedecke, nun an Joachim Rudler (CDU), den Bürgermeister der Stadt Grünhain-Beierfeld, einen Scheck in Höhe von 3107,47 Euro übergeben. "Die Stadt ist ja Eigentümer des Tierparks und musste als solcher die Baufirma beauftragen. Das ist natürlich toll, dass der Förderverein uns bei solchen Werterhaltungsmaßnahmen unterstützt", sagt Rudler. Schließlich gehöre der Tierpark, ebenso wie Schaubergwerk oder König-Albert-Turm, zu den freiwilligen Aufgaben einer Kommune. Dafür sei nicht immer ausreichend Geld da. Die Hilfe kommt da sehr gelegen.


Der Förderverein zählt aktuell 19 Mitglieder. "Aber auch Besucher und vor allem die Tierpaten spenden", erklärt Schmaedecke, woher das Geld stammt. Gerade die Fischotter hätten mit Familie Wagner aus Weißenfels und Familie Richter aus Schwarzenberg treue Tierpaten, denen das Wohl der Tiere sehr am Herzen liegt. Der untere Teil des Fischotterteiches muss noch hergerichtet werden. Dafür hat das Geld nicht gereicht. "Aber wir sparen wieder", heißt es. 19 Tierpatenschaften gibt es aktuell. "Das hilft uns sehr", sagt Schmaedecke, die zugleich Tierpflegerin ist und weiß, dass gerade die Fischotter pro Tag ein Kilogramm Fleisch oder Fisch verspeisen.

Entschieden ist, dass Storch Adebar im Tierpark bleiben darf. Er kam aus einer Klinik und hatte ein verletztes Bein. Jetzt ist es gestützt und es geht ihm gut. Ihm gefalle es bei den Hühnern, und er sei sehr lustig, erzählt sie. "Dabei wissen wir immer noch nicht, ob es ein er oder eine sie ist. Jetzt haben wir eine Feder eingeschickt. Bald werden wir es wissen." Schmaedecke tippt auf er. Lustig sei der Vogel allemal, weil er seinen Schnabel neugierig überall reinstecke. Sogar in Schrauben am Traktor.

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