Urteil erwartet im Prozess um Missbrauch

Ehemaliger Schulleiter steht in Aue vor Gericht

Aue.

Der Prozess gegen einen ehemaligen Grundschulleiter aus dem Erzgebirgskreis geht am Auer Amtsgericht heute in die nächste und voraussichtlich letzte Runde. Der Mann ist wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Wie ein Gerichtssprecher berichtet, sollen am vierten Verhandlungstag weitere Zeugen vernommen werden. Im Anschluss daran könnte der Richter das Urteil fällen.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Lehrer zur Last, sich vor mehr als 20Jahren an einer seiner früheren Schülerinnen (heute 31) vergangen zu haben. Der Angeklagte, der auch ihr Sporttrainer war, soll sich ihr im Zeitraum zwischen 1997 und 2000 sexuell genähert haben. Der Mann bestreitet alle Vorwürfe. Das Verfahren am Amtsgericht hatte Mitte Juni begonnen.

Vor Gericht hatten zuletzt mehrere Weggefährten des Angeklagten ausgesagt. Während eine Sporttrainerin berichtete, sie habe nie einen Verdacht gehegt, sprach eine andere Lehrerin von Auffälligkeiten in der Beziehung zwischen dem Mann und dem Mädchen. Als Beispiel nannte sie, dass beide Hand in Hand durch die Grundschule gelaufen seien. Auf die Nachfrage, ob sie auch sexuelle Handlungen beobachtet hat, antwortete sie jedoch mit Nein.

Der Ex-Schulleiter muss sich bereits zum zweiten Mal dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs stellen. In einem ersten Prozess vor einem Jahr war er aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. (juef)

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