Verbrennen pflanzlicher Abfälle nicht mehr erlaubt

Wer nicht kompostieren kann, soll Biotonne oder Wertstoffhof nutzen

Schwarzenberg.

Im Herbst haben früher auch in Schwarzenberg viele private Feuer gebrannt, oft mehr gequalmt als gelodert. Laub, Reste von Baum- und Heckenschnitt und andere pflanzliche Abfälle wurden da verbrannt wurden. "Das ist seit diesem Jahr nicht mehr erlaubt", sagt Tilo Weiß aus der Ordnungsverwaltung im Rathaus aus aktuellem Anlass. Erste Feuer gab es schon wieder, was auch am Lesertelefon der "Freien Presse" zu Anfragen führte.

Das Landratsamt hatte Anfang April mitgeteilt, pflanzliche Abfälle aus nicht gewerblich genutzten Gartengrundstücken zu verbrennen sei generell nicht mehr zulässig. Die bis dahin bestehende Ausnahmeregelung für die Monate April und Oktober war in der Pflanzenabfallverordnung verankert. Diese aber ist im März mit der Neufassung des Gesetzes über die Kreislaufwirtschaft und den Bodenschutz im Freistaat Sachsen außer Kraft getreten.

Wohin mit pflanzlichen Abfällen aus privaten Haushalten? Weiß: "Sie müssen dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, hier dem Zweckverband Abfallwirtschaft, überlassen werden, wenn man sie nicht auf dem Grundstück verwerten kann, zum Beispiel durch Kompostierung. Weiterhin stehen die Entsorgungsmöglichkeiten in Wertstoffhöfen und die Biotonnen zur Verfügung."

Wer in Schwarzenberg und seinen Ortsteilen ein offenes Feuer abbrennen will, braucht laut Polizeiverordnung die Erlaubnis durch die Ordnungsverwaltung. Nur kleinere Lagerfeuer - bis zu 1,20 Meter Flammenhöhe - mit bestimmtem Anlass sind genehmigungsfähig. Dabei darf aber nur naturbelassenes, gestückeltes Holz oder holziger, getrockneter Baumschnitt verbrannt werden, keine pflanzlichen oder gar anderen Abfälle. Ob all das eingehalten wird, kontrolliert die Ordnungsverwaltung. Für die Erlaubnis ist eine Gebühr in Höhe von 18,50 Euro fällig.

Koch- und Grillfeuer in befestigten Feuerstätten oder in handelsüblichen Grillgeräten müssen nicht genehmigt werden. Das trifft auch auf das Abbrennen von handelsüblichen Schwedenfeuern und Holz in handelsüblichen Feuerkörben zu.

Ungenehmigte Feuer sowie Verstöße gegen das Verbot der Abfallverbrennung können mit Bußgeld geahndet werden. "Das kann je nach Größe des Feuers und Art der Abfälle durchaus ein dreistelliger Betrag sein", so Weiß. Rückt die Feuerwehr zum Löschen ungenehmigter Feuer an, ist auch das kostenpflichtig.

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