Viehbestand im Erzgebirge schrumpft

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Statistisches Landesamt verzeichnet zum Teil drastischen Rückgang der Nutztiere

Schwarzenberg/Kamenz.

Die Anzahl der Tierbestände im Erzgebirge ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Während laut Statistischem Landesamt 2010 noch 60.380 Kühe im Erzgebirgskreis gehalten wurden, waren es im vergangenen Jahr 5000 weniger. Das hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß mitgeteilt.

Ein noch drastischerer Rückgang sei bei der Schweinehaltung zu verzeichnen. Die Zahl der gehaltenen Tiere halbierte sich auf 9900. Binnen zehn Jahren reduzierten die erzgebirgischen Bauern auch ihre Schafbestände von 7291 auf 6116 Tiere und die der Ziegen von 594 auf 540.

582 Betriebe halten im Erzgebirgskreis Nutztiere. Krauß bedauerte den Rückgang des Viehbestandes. Das Halten von Nutztieren gehöre zum Erzgebirge. "Durch Direktvermarktung kann die Wertschöpfung für unsere Bauern steigen und den Beruf attraktiver machen", sagte der Bundestagsabgeordnete.

Hofläden oder die Vermarktungsinitiative "Erzgebirgisches Weiderind" böten den Landwirtschaftsbetrieben besser bezahlte Absatzmöglichkeiten.

"Neben mehr Wertschöpfung haben unsere Landwirte mehr Wertschätzung verdient", forderte Alexander Krauß. Die grünen Berufe müssten für junge Menschen noch interessanter werden. "Am Ziel sind wir erst dann, wenn es statt der Fernsehsendung ,Bauer sucht Frau' die Sendung ,Frau sucht Bauer' gibt", so der CDU-Politiker. (fp)

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