Vielseitiger Beruf für naturliebende Handwerker

In der Woche der offenen Unternehmen wurde der Wasserbauer vorgestellt. Doch das ist nichts für Stubenhocker.

Neidhardtsthal.

Welchen Beruf soll ich ergreifen? Dieser schwierigen Frage müssen sich Jugendliche stellen. Die Woche der offenen Unternehmen hilft ihnen. Viele Ausbildungsrichtungen sind bekannt, aber was macht ein Wasserbauer?

Das wurde an zwei Tagen bei der Landestalsperrenverwaltung Sachsen, Betrieb Zwickauer Mulde/Obere Weiße Elster in Neidhardtsthal erklärt. Die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen, nutzte auch Oliver Gauggel, der in die 7. Klasse geht. "Ich wollte wissen, was hinter diesem Beruf steckt", erklärte der zwölfjährige Carlsfelder. Nachdem sich der Schüler einen Vortrag angehört, die Technik angeschaut und einen Blick auf die Staumauer werfen konnte, meinte er: "Es war sehr interessant und ich könnte mir vorstellen, den Beruf des Wasserbauers zu lernen." Beeindruckt war Oliver von der gewaltigen Staumauer: "Da fühlt man sich richtig winzig vor so einem riesigen Bauwerk."

Auch Mädchen trugen sich in die Liste der Interessierten ein. Darunter Angelina Schönherr aus Bockau. Die Zwölfjährige ist begeistert: "Die Woche der offenen Unternehmen ist gut. Da kann man erst einmal schauen und eine Vorstellung bekommen, worum es bei einzelnen Berufen geht." Staumeister Holger Weigel, der auch Lehrausbilder ist, erklärt: "Der Beruf eines Wasserbauers ist sehr vielseitig. Das reicht von handwerklichen Tätigkeiten mit der Schaufel bis hin zum Arbeiten mit Maschinen." Außerdem gehöre das Vermessen, das Erstellen von Planungsunterlagen und Materialbeschaffung zum Anforderungsprofil.

Zu den Aufgaben eines Wasserbauers zählen unter anderem die Unterhaltung der Gewässer mit Ufersicherung, das Freihalten der Abflussprofile sowie die Betreuung von Stauanlagen und Hochwasserschutz-Deichen. Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Niklas Oehm hat diese letztes Jahr abgeschlossen. "Der Beruf ist unheimlich vielseitig, und man ist bei jedem Wetter draußen. Der Wasserbauer ist genau richtig, wenn man die Natur mag und handwerklich etwas begabt ist", so der 20-jährige Zschorlauer. Natürlich sei der Beruf für jemanden, der lieber in der Werkhalle arbeite, nicht unbedingt geeignet.

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