Vier Frauen überzeugen mit Gesang

Spätsommerliches Flair in Zschorlauer Kirche

Zschorlau.

Zurücklehnen, die Augen schließen und genießen - so stellte man sich das Konzert am Sonntagnachmittag in der Zschorlauer Kirche vor, das als "lauschiges Spätsommerkonzert" angekündigt war. Und wer mit genau dieser Intention kam, der wurde nicht enttäuscht.

Die Darbietungen der vier Leipziger Damen vom A-cappella-Ensemble Fedecanto ("decanto" steht lateinisch für Gesang, die Silbe "fe" für feminin) bestachen mit ausgesprochenem Wohlklang, verbunden mit Neckereien aus der Welt der Natur und der Liebe.

Zwischen den einzelnen Gesangsblöcken sorgte der Zschorlauer Kantor Andreas Conrad für passende Übergänge. In spontan musizierten Orgelimprovisationen verband er Volkslied-Melodien mit ungewohnten Klängen und sorgte ebenso für Abwechslung von Gewohntem wie die vier Frauen. Gleichzeitig verschaffte er damit ihren Stimmen Erholungspausen.

Besonders eindrucksvoll wirkte das dritte Stück, das "Gloria" des schwedischen Komponisten Carl-Bertil Agnestig (1924-2019). Die vier Sängerinnen erzeugten derart sphärische Klänge, dass man sich beinahe in die nordische Sagenwelt versetzt fühlte.

Im weiteren Verlauf des Programms wurde ein Bogen gespannt, der von "tierischen Begegnungen" über sehnsuchtsvolle Lieder bis zu Weisen, die die spätsommerliche Stimmung beschrieben, reichte. Besondere Erheiterung rief dabei das Stück "Der Frosch im Hals" hervor. Den Abschluss bildeten drei ruhige Abendlieder, nach denen sich die begeisterten Zuhörer noch eine Zugabe erklatschten.

Dies war das erste Konzert nach der Corona-Zwangspause in der Zschorlauer Kirche und gleichsam für das Frauenquartett Fedecanto. Obwohl die Gästezahl überschaubar war, zeigte sich Kantor Andreas Conrad dennoch zufrieden mit dem Start, und hofft für die nächsten musikalischen Veranstaltungen auf regeren Zuspruch an Zuhörern. (kks)

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