Vorher - und elf Monate später

Nach fast einem Jahr Bauzeit und 2,7 Millionen Euro an Investitionen sind die ersten Mieter dabei, einzuziehen. Das forsche Ziel: Weihnachten im neuen Heim ist erreicht.

Schwarzenberg.

Nur noch die Steinstufen im Treppenhaus erinnern an einen Neubaublock aus DDR-Zeiten. Ansonsten ist das große Wohnhaus an der Sachsenfelder Straße 37 bis 47 im Schwarzenberger Stadtteil Sonnenleithe von Grund auf verwandelt worden.

Nach nur elf Monaten Bauzeit ist ein abgestuftes Wohnhaus entstanden, das heute im Inneren statt bislang 72 nur noch 44 Wohnungen bietet. Teilrückbau nennt sich das im Sprachgebrauch der Architekten. Ausschließlich Zwei- und Drei-Raumwohnungen sind heute unter diesem abgestuften Dach zu finden. Allerdings hat nunmehr jede Wohnung einen Balkon. Die sind ein echter Zugewinn in Sachen Wohnqualität. Der Blick auf Schloss und Kirche Schwarzenberg im Tal liegend ist faszinierend.

In dieser Woche haben die ersten Mieter die Schlüssel erhalten, bei vielen von ihnen sind die Umzugsautos bereits bestellt; Weihnachten soll schon im neuen Heim gefeiert werden. "Dass wir das wirklich geschafft haben, freut uns sehr", sagt Uwe Matthe, Geschäftsführer der Schwarzenberger Wohnungsgesellschaft. Als er zu Jahresbeginn den Fertigstellungstermin verkündete, sprach er selbst von einer "sportlichen Zielsetzung". Speziell die Tatsache, dass das "Bauwetter 2016" optimal Bedingungen bot, habe geholfen. Rund 2,7 Millionen Euro hat der Großvermieter für den Umbau in die Hand genommen. Die Wohnungen wurden grundhaft erneuert. Vom Fußbodenbelag über die Fenster, Elektrik, Heizungen und Bäder. Letztere verfügen Dusche oder Badewanne. Auch neue massive Wohnungstüren sichern das neue Heim. Die Wohnungsgrößen variieren bei den Zwei-Raum-Wohnungen zwischen 40 und 50 Quadratmeter. Bei den Drei-Raum-Wohnungen sind es 56 Quadratmeter. "Wir haben in einigen Wohnungen auch die Zuschnitte verändert", erklärt Simone Scheithauer, die bei der Wohnungsgesellschaft für die Kunden- und Quartierbetreuung zuständig ist. Wo bislang in den herkömmlichen Drei-Raum-Wohnungen das Kinderzimmer war, kann künftig in einer Küche mit Fenster gekocht werden. Aus der Kochnische wurde im Zuge des Umbaus ein kleiner Hauswirtschaftsraum, in dem unter anderem eine Waschmaschine angeschlossen oder ein zusätzlicher Wäscheschrank verstaut werden kann. Äußerlich wurde das Objekt nicht nur durch die Abstufung der Etagen, sondern auch durch die angebauten Balkons aufgewertet. Hinzu kommt auf der Fassadendämmung eine farblich Gestaltung, die dem Nachbargebäude angepasst worden sei, so Matthe. Und noch eine Neuerung gibt es für die Mieter: "Sie müssen künftig niemand mehr zu Heizungsablesen in die Wohnung lassen", erklärt Simone Scheithauer. Vor jeder Wohnungstür befindet sich ein kleiner weißer Kasten, ein Funkablesegerät, von dem die Daten des Verbrauchs drahtlos abgelesen werden können. Zudem ist jede Wohnung mit modernen Rauchmeldern ausgestattet.

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