VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Allheilmittel Alter

Worüber wir uns in dieser Woche wieder die Köpfe heiß reden und einen Nischel machen, ist später egal

Zwei Themen dieser Woche haben mich zu einer aufwendigen Suchaktion veranlasst. In meiner Brieftasche. Zum einen wollte ich die Erzgebirgscard finden, um sie zu nutzen, bevor sie aus Gründen der Bürokratie abgeschafft wird. Zum anderen suchte ich die Visitenkarte meines Hausarztes, um noch einen Termin auszumachen, bevor er in Rente geht, wie viele seiner Kollegen auf dem Land. Die Recherche in der Brieftasche bestätigt die Berichte. Es tummeln sich darin überflüssige Karten von der Waschanlagen-Rabattstempelkarte bis zur Brillenspezifikationskarte. Junge, diese Bürokratie ist zu Fiel, Mann!

Auf die gut gedachte Erzgebirgscard, die ich nicht finde, kann ich vielleicht verzichten. Aber einen Arzt brauche ich. Doch auch dessen Karte finde ich nicht. Nur Karten von verschiedenen jungen Mitarbeitern meines Autohauses, die sich im Ernstfall immer rührend um mein Auto kümmern. Wir setzen halt gesellschaftliche Prioritäten. Alter, im Krankheitsfall gehe ich wohl echt am Stock!

Aber vielleicht bringt die Zukunft Lösungen. Internet-Video-Sprechstunden vielleicht! Gut, dafür müsste schnelles Internet schneller ins Erzgebirge kommen. Oder selbstfahrende Autos bringen uns zum nächsten Arzt nach Chemnitz! Gut, Chemnitz. Das ist derzeit keine Stadt, die mit gesunder Atmosphäre lockt. Aber auch dort altern die Menschen. Und Respekt vorm Alter ist ein Wert, den noch viele teilen. Das ist die Trumpfkarte, das Allheilmittel: R-E-S-P-E-K-T. Denn sind erst alle alt, müssten sich ja alle respektieren.

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