VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE: Beim Geld hört die Freundschaft auf

Drohen Minuszinsen und gilt Bon- statt Bonbonpflicht, dann kommen selbst Ganoven auf dumme Gedanken

Haben Sie sich schon die Zinsen für 2019 auf dem Sparbuch gutschreiben lassen? Was, nur sieben Cent? Oder hatten Sie gar Angst, Minuszinsen berappen zu müssen? Ja, beim Geld hört die Freundschaft auf. Andererseits: Ist denn die Europäische Zentralbank jemals Ihr Freund gewesen?

Da macht es schon eher Sinn, zu sparen, indem man nichts bezahlt. Wie die Bewohner von Sanierungsgebieten, die für die Aufwertung ihrer Grundstücke blechen sollen. Klappt aber nicht immer - mit dem Aufwerten. Jetzt wird auch in Antonsthal großzügig aufs Eintreiben verzichtet. Nicht, dass die Gemeindekasse überquillt. Doch sind maximal 18.000 Euro Einnahmen bei minimal 56.000 Euro Kosten zu erwarten, muss man nicht Adam Ries heißen, um das Minus zu erkennen.

Geldvernichter gibt es eh genug. Wie die Bonpflicht bei den elektronischen Kassensystemen. Die füllt nicht nur in Bäckereien Abfallkörbe. Denn sie wird sogar dann gnadenlos durchgesetzt, wenn der Kunde wie in Apotheken null Euro, null Cent - auf Deutsch: gar nichts - bezahlen muss. Kein Wunder, dass selbst Ganoven auf dumme Gedanken kommen. So erkundigen sich angebliche Polizisten nun am Telefon bei arglosen Geld-im-Strumpf-Sparern nach Wertsachen und Vermögen, um dann mit falschem Ausweis mal zum Abzocken vorbeizuschauen.

Sollten diese Finanzexperten der anderen Art mich anrufen, gehen sie bei mir dank "XY ungelöst" leer aus. Dafür kriegen sie von mir aber einen kostenlosen Geheimtipp: In so manchem Rathaus - jetzt auch in Schönheide - liegt ein Goldenes Buch!


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