VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Da staut sich was zusammen

Alles hat sein Gutes: Wer steht, wird nicht geblitzt. Kann aber nachdenken, wie man einen Kreisverkehr erzwingt.

Na, haben Sie in dieser Woche auch wieder schön im Stau gestanden? Von wegen es tut sich nichts auf unseren Straßen: Baustellen und Umleitungen allerorten! Kraterflicker und Rohrverleger, Baumabschneider und Bergbaulochverfüller sind emsig bei der Sache. Aber freuen Sie sich doch: Wer steht, wird nicht geblitzt.

Polizei, Landratsamt und einige Kommunen sitzen längst in den Schlaglöchern, äh, Startlöchern, um durch Frühlingssonne enthemmten Kraftfahrern mal wieder zu zeigen, was Radarpistolen und Blitzgeräte so können. Allein Schwarzenberg will solche Technik in diesem Jahr an bis zu 35 Tagen einsetzen. So der Plan. Auch Ganoven könnte der auf eine Einnahme-Idee bringen. Wenn man die Liste mit den Einsatzterminen hätte, wäre die unter Brüdern, sprich Rasern, sicher ein paar Euronen wert. Da erscheint der Einbruch jüngst ins Rathaus der Perle des Erzgebirges gleich in ganz anderem Licht. Beschaffungskriminalität der übelsten Art: Offiziell wird die Kantinenkasse geklaut, und inoffiziell ...

Hat sich bei staugeplagten Mitbürgern erst mal genug Frust angestaut, greifen einige zu rabiaten Mitteln. Stuhlkreise, Bittschriften und Leserbriefe bieten ja keine Erfolgsgarantie. Und wenn Behörden partout nicht einsehen wollen, dass an bestimmten Stellen ein Kreisverkehr gut wäre, werden Lichtsignalanlagen glatt weggerammt, wie jetzt am Beierfelder Dreieck in Schwarzenberg. Als Vorwarnung für den Fall, dass der Unfallschwerpunkt am Autobahnzubringer Schneeberg etwa mit Ampeln entschärft werden soll!

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