VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Da wird die Milchstraße sauer

Die irdische Raumfahrt hat sich zuletzt nicht mit Ruhm bekleckert. Lag's an der Technik oder am Erzgebirge?

Seitdem Juri Gagarin und Sigmund Jähn nichts mehr machen, steht es um die Zukunft der irdischen Raumfahrt nicht zum Besten. Durften wir früher noch von Kontakten zu grüngeschuppten Schleimwesen aus dem Zentrum der Galaxis träumen, brachte die neueste Generation unserer Weltraumflieger Anfang der Woche nicht mal einen Kontakt mit dem Zwönitzer Enderlein-Gymnasium zustande.

Statt Zwönitz rief der deutsche Astronaut Alexander Gerst Braunschweig an, wo aber keiner dranging. Hatten die auf der Internationalen Traumstation einen Klebezettel auf ihrem Multispektraldisplay vertauscht? Oder waren sie der Meinung, dass die Funkverbindungen im Erzgebirge eh keine gediegene Kommunikation zulassen?

Erst kürzlich äußerte Gerst in einem Interview Sorgen um den Zustand des Planeten Erde. Was mag er beim Blick aus dem Himmel aufs Erzgebirge gesehen haben? Den zigarettenbekippten Postplatz in Aue? Die halbe Schwarzenberger Stadtverwaltung, die am helllichten Arbeitstag wandern geht? Und die einzigen Leutchen, die nachts bei hochgeklappten Bordsteinen unterwegs sind, waren Einbrecher, die sieben Coups auf einen Streich landeten.

Ende der Woche kam der Funkspruch aus dem Erdorbit dann doch nach Zwönitz durch. Verrauscht und verzerrt, als zapfe die Stasi noch immer den Äther an. So wird das nix mit interstellaren Kontakten. Aber gut, auf Ausflüge ins Milchstraßenzentrum sind wir heute nicht mehr angewiesen, weil jeder von uns auch so genügend Schleimer kennt.

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