VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE: Eiskalte Machenschaften

Winter fällt aus: Wenn es einen fröstelt, muss das nicht unbedingt etwas mit den Temperaturen zu tun haben

Selbst wenn Schnee und Eis in diesem Winter im Erzgebirge Mangelware sind: An eiskalten Tatsachen und an Entscheidungen, die einen frösteln lassen, hat es auch in dieser Woche nicht gefehlt.

Eiskalt ist die Spritzeisbahn, die auf dem Schneeberger Markt angelegt wurde. Nun ist es vorm Rathaus genauso glatt wie mitunter drinnen auf kommunalpolitischem Parkett.

Eiskalt handelte ein Telefonierer, der sich beim Werben um Geldspenden in Unternehmen ausgerechnet auf die Feuerwehr des jeweiligen Ortes berief. Blöd, dass die Wehren davon nichts wussten. Weil die Chefs einiger angerufener Firmen selbst Blauröcke sind, wurde es dann dem Anrufer plötzlich heiß und kalt.

Eiskalt behandelt fühlt sich so manch Mitarbeiter und Patient des Bergarbeiterkrankenhauses Schneeberg. Das stellt aus Personalgründen bereits zum 15. Januar die stationäre Versorgung ein, nicht erst - was als Botschaft für die Region ja schon so was wie Eisbaden war - Ende Juni.

Eiskalt erwischt hat es auch die Belegschaft der Standorte Bernsbach und Lößnitz eines Zulieferers der Autoindustrie. Versprochene Jobs am künftigen Standort haben einen Haken: Da sind zum großen Teil andere Berufsbilder gefragt.

Eiskalt soll angeblich das Lächeln von Eigentümern nicht mehr benötigter Werkhallen sein. Denn etwas geht doch immer. Lagerflächen für haufenweise tiefgekühlten Wiesen- und Hangbelag gefällig? Der Bedarf an Schnee und Eis in Wintersport- und Wintertourismusgebieten ist riesig. Da kann und muss man einfach helfen! Erst recht, wenn Frau Holle und Väterchen Frost streiken.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...