VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE: Hat der etwa einen Plan?

Ein Kunstwerk bleibt verschwunden, ein Ortsschild taucht auf und ein alter Bekannter stellt die Weichen

Nein, in diesem Beitrag soll es nicht um Bürgermeisterkandidaten gehen und wie sie ihre Kommunen die nächsten Jahre durch den regionalglobalistischen Politikbetrieb wurschteln wollen. Sondern um Børge Jensen, den letzten Überlebenden der berüchtigten Olsenbande. Einst ein langzudeliges Pickelgesicht, ist der Sohn von Kjeld und Yvonne zu einem grauhaarigen Fast-Rentner herangewachsen. Schiebermütze, tätowierte Unterarme und die Brotlos-erwerbstätigkeit eines Bluessängers: Wenn so einer dabei beobachtet wird, wie er am Bimmelbahnhof Schönheide-Süd die Weichen stellt, dann ist das mächtig verdächtig.

Zufall, dass ausgerechnet jetzt das gestohlene Bockauer Ortseingangsschild wieder auftaucht? Womöglich sollte es eine Rolle in einem Plan der Marke "Wir brauchen eine Trillerpfeife, einen Zapfhahn und ein Stück Blech" spielen. Getarnt als Delegation aus dem Laborantendorf hätte eine entschlossene Truppe dänischer Schørken sich des Wernesgrüner Bier-Bullis auf seiner Tour durchs Erzgebirge und Vogtland bemächtigen können. Etwas Abwechslung zu Tuborg kann jeder Panzerknacker vertragen. Bloß: In die Nähe des Wernes-Fasses gelangte nur, wer aus einem Ort mit "grün" am Ende kam. Ein Bockau-Schild war da, gelinde gesagt, eine Schnapsidee.

Børges Lehrmeister Egon hatte stets einen Ersatzplan, und so fragt sich, was da über das Drehkreuz Schönheide fortgeschafft wurde. Das Bernsteinzimmer aus dem Poppenwald oder die Nixe aus der Hakenkrümme? In beiden Fällen blieben die Suchlöcher ja bisher leer.

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