VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE: Nebulöses

Im Gegensatz zu den Kumpelduft-Räucherkerzen sind andere Vorhaben noch nicht so recht sicht- und greifbar

Was stellen sich Flachlandtiroler aus bergbaufernen Gebieten wohl unter Kumpelduft vor? Vielleicht ja ein Aroma, wie es sich in Arbeitsklamotten entwickelt. Oder in Gummistiefeln. Fußball-Basiswissen vorausgesetzt, kommt auch der Geruch verschwitzter Trikots und Töppen von Spielern des FCE infrage. Alles Quatsch. Aber wir sind schon 'mal beim richtigen (Kumpel-)Verein: Denn die neue Räucherkerzen-Sorte für Fans der Lila-Weißen heißt nicht Veilchen-, sondern Kumpelduft. Es gilt zu erschnuppern, ob Hersteller und Marketingstrategen mit diesen Neblern einen guten Riecher hatten.

Noch stochern sie da etwas im Nebel. Das gilt auch für die Aktivistenbewegung, die aus dem in die Jahre gekommenen Kulturhaus in Bad Schlema eine Uranbergbau- Erlebniswelt machen will. Das Errichten des begehbaren Uraniums (!) sollte aber erst beginnen, wenn in Aue der Wellner-Bau und das einstige Logenhaus fertig saniert und für sinnvolle Nutzungen begehbar sind. Die Räucherkerzen-Idee ist übrigens ausbaufähig: als qualmende Attraktion des Raachermannelmarkts.

Nebulös, so nennen einige Mitarbeiter des Schneeberger Krankenhauses ihre beruflichen Aussichten in der Stadt. Ein medizinisches Versorgungszentrum samt Pflegeeinrichtung ist nun mal kein Krankenhaus mit Stationsbetrieb mehr. Da hilft's auch nicht, die Worte Aus und Schließung auf den Index zu setzen.

Zum Whisky-Brenner zu werden, ist nicht wirklich eine Alternative. Es gibt nun schon drei Anbieter aus dem Erzgebirge. Aber genießen Sie mal drei Gläser. Das benebelt auch.

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