VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Wann bitte ist "später"?

Die Schnelllebigkeit und Unverbindlichkeit der Zeit raubt einen den letzten Nerv. Doch der Wolf beißt zu.

Über die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit haben wir an dieser Stelle im Wochenrückblick schon häufig fabuliert. Mittlerweile ist es doch so, dass sich ein Blick auf die Uhr fast nicht mehr lohnt, sondern nur noch der Kalender das Schrittmaß der Zeit misst. Was ist schon eine Woche? Die Zeit rennt, und doch vertröstet einen jeder auf "später". "Kann ich später zurückrufen?", lautet eine vorgefertigte, sendbare Option auf dem Handy!

Einen Facharzttermin zu bekommen, grenzt an ein Lotteriespiel. "Rufen Sie später wieder an!", heißt es oft. Bis dahin braucht man keinen Augenarzt mehr, sondern den Nervenarzt, weil man zig Stunden in einer blöden Hotline festhing.


Aber wann bitte ist "später"? Junge Leute, die die Region verlassen, halten sich die Heimat als "Option für später" offen. Doch wann wird das sein? Und was wird bis dahin?

Bei einigen Dingen muss jetzt und sofort reagiert werden. Die Wölfe sagen ja auch nicht: "Das Landratsamt ist noch nicht soweit, warten wir eben mit dem nächsten Rehhäppchen." Nein, sie beißen zu!

Und die Feuerwehrleute können nicht sagen, wenn der Wald brennt: "Tut uns leid, wir kommen später."

Oder das fiese Thema Straßenbau. Das raubt uns allen jetzt und wohl auch später die Nerven. Da wird da mal gebaut und geklebt, und dann wieder dort. Baustellen ploppen auf wie Blasen. Und doch wurden etliche Vorhaben auf "später" verschoben. Gleiches gilt für den Breitbandausbau - er soll kommen - irgendwann später.

In diesem Sinne: "Bis später!"

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