VORSICHT SATIRE: RÜCKBLICK AUF DIE WOCHE : Wie der Fixbus die Erzgebirgsbahn ankoppelt

Schnellbus nach Chemnitz bringt neue Probleme - Verkehrsplaner haben zugkräftige Lösung parat

Ach, du Schreck! Da läuft es beim neuen Schnellbus von Aue nach Chemnitz also so gut, dass der Bus bald die Bahn abhängen könnte. Na ja, so ähnlich lauten zumindest die ersten Befürchtungen. Die Verkehrsbetriebe beruhigen derweil: Die Expresslinie sei kein Konkurrenzangebot. Doch wenn in Aue keiner mehr in den Bummelzug steigt, weil der erst mal 90 Minuten durchs halbe Erzgebirge gurkt, ist's bald vorbei mit dem Citybahn-Traum.

Eine Lösung haben die findigen Verkehrsplaner aber in ihrer Schublade liegen: Statt die Region vom Zug abzukoppeln, könnte der Fixbus die Erzgebirgsbahn ankoppeln. Richtig gehört! Mit der Bahn huckepack soll der Schnellbus über die Autobahn nach Chemnitz düsen. Davon würden alle profitieren. Der Zug bleibt erhalten, die schnelle Verbindung in die Großstadt auch.


Bleibt die Frage, warum es nicht für alle Probleme in der Region eine so einfache Lösung gibt. Fahrerflucht nach Unfällen, fehlende Auszubildende, Glockenstreit in Lößnitz. Ach, herrje!

Doch bekanntlich ist nicht alles schlecht - das gilt ebenso fürs Nachrichtengeschäft. So gab es in dieser Woche Balsam für die geschundene Leserseele: Zwar sind in der Region kaum noch Mediziner anzutreffen, die, die aber noch hier sind, sind offenbar so gut, dass sogar Niederländer für eine OP hunderte Kilometer ins Erzgebirge reisen. Mein Kollege fand die Nachricht aber gar nicht witzig: "Na toll", grummelt er vor sich hin, "noch jemand, der mir meine Arzttermine klaut!"

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