Wo man über Gott und die Welt plaudern kann

Am Webersberg in Schönheide steht seit Neuestem ein Gipfelkreuz. Den Ideengebern mangelt es nicht an Visionen.

Schönheide.

600 Meter über dem Meeresspiegel ist am Webersberg in Schönheide weithin neuerdings ein Gipfelkreuz zu sehen. Markiert wird damit allerdings weder der höchste Punkt des Ortes noch des Hausberges. Vielmehr ist es ein in Eigeninitiative entstandenes Zeichen der Dankbarkeit. "Wir dürfen seit vielen Jahren in Freiheit, Frieden und Wohlstand leben - davon wollte ich mit diesem Symbol etwas zurückgeben," sagt Matthias Klaus, der mit Freunden, Verwandten und Unternehmern seine Idee verwirklichte.

Die bis zu 3,5 Meter langen Balken aus Eiche wurden beim diesjährigen Handwerker-Wochenende am Schönheider Heimatmuseum von den Zimmerermeistern Mike Höppke und Uwe Schädlich öffentlich gefertigt. Geistlicher Segen kam zur Einweihung von Helmut Trowitzsch, dem Pastor der örtlichen Elim-Gemeinde. Obwohl das Kreuz auf seinem Privatgrundstück aufgestellt ist, wünscht sich Klaus viele Besucher, die dort Freude und Anstoß zum Nachdenken finden sollen. "Keinesfalls wollen wir damit provozieren," erklärt der selbstständige Elektroinstallateur. Nicht selten trifft man die Hausherren auf der Bank neben dem Gipfelzeichen an, denn der Platz ist sonnig und bietet einen weiten Blick über das Dorf - ein Ort, an dem man gut über Gott und die Welt plaudern oder einfach Kaffee trinken kann.

Tatsächlich zog es seit der Aufstellung immer wieder Neugierige dort hin. Und die nächsten Pläne sind bereits geschmiedet: Auf dem Gelände liegen mehrere Baumstämme, aus denen eine geräumige Überdachung mit Bänken entstehen soll. Gut ein Dutzend Leute könnten demnächst darin Platz und Entspannung finden. Vielleicht wird es auch gelegentlich Klein-Gottesdienste oder Musik beim "Webersberg-Kreuz" geben - an Ideen und Idealismus mangelt es jedenfalls nicht. Was fehlt, ist ein Gipfelbuch, in das sich üblicherweise Kletterer nach erfolgreicher Besteigung eines Bergs eintragen. Das aber wäre angesichts des hügeligen Umfelds vermutlich doch ein wenig übertrieben.

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