Eine Schau zeigt Stärken und Erfindergeist einer Region

Die 3. Westerzgebirgische Leistungsschau bündelt Unternehmen, Handwerker, Vereine und Privatpersonen. Diesmal spielte das Wetter keine Rolle.

Marleen Weißflog arbeitet im Bereich Holzkunst und zeigte Kathrin und Thomas Nestmann aus Raschau, was man aus Holz alles gestalten kann.
Henry Pansch vom Tourist-Service-Center Eibenstock (li.) hat Regina und Harald Pampel aus Zwickau touristische Punkte in der Region um Eibenstock auf der Karte gezeigt. Hinten Franziska Anger vom Tourist-Service-Center.

Von Ralf Wendland

Unternehmer, Handwerker, Vereine, Kommunen und auch Privatpersonen - alle haben die Chance, bei Projekten und Vorhaben in den Genuss einer Leader-Förderung, speziell zugeschnitten auf den ländlichen Raum zu kommen. Bei der 3. Westerzgebirgischen Leistungsschau, die am Samstag im Gutshof Wernesgrün die dritte Auflage erlebt hat, haben sich insgesamt 35 Aussteller präsentiert. Zudem wurden herausragende Förderprojekte aus drei Bereichen geehrt (siehe Infokasten).

Die Veranstalter des Vereins Zukunft Westerzgebirge und des Leader-Regionalmanagements mit Sitz in Bockau waren zufrieden mit der Resonanz. Man zählte 2000 Gäste. Diesmal hatte man einen wetterunabhängigen Veranstaltungsort. Und anders als bei der Premiere 2016 in Aue oder auch vergangenes Jahr in Schneeberg, als Regen und Kälte eine Rolle spielten, konnte man sich diesmal auf Petrus verlassen.

Bei der Leistungsschau wurden verschiedene Projekte vorgestellt, die über Leader gefördert wurden. Wolfgang Leonhardt, Bürgermeister der Gemeinde Zschorlau und stellvertretender Vereinsvorsitzender: "Mit der Leistungsschau gibt man Akteuren die Möglichkeit, die eigene Arbeit und Produkte zu präsentieren und mit vielen Leuten ins Gespräch zu kommen." Zudem könnten Berufe vorgestellt werden, und es ergebe sich die Gelegenheit, Fachkräfte anzusprechen. "Es wird immer von Fachkräftemangel gesprochen. Doch man dürfe nicht klagen, wenn man nichts dagegen tut. Heutzutage müssen Gewerbetreibende für Fachkräfte werben", so Leonhardt.

Thomas Kunzmann, der Bürgermeister von Lauter-Bernsbach, unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung: "Eine solche Leistungsschau ist regional bedeutsam, auch wenn es nur ein kleiner Teil des Großen und Ganzen ist, was gezeigt wird. So bekommt man einen groben Überblick, was es an Unternehmen und Projekten gibt und welche Produkte gefertigt werden." Meist sei es ja so, dass die meisten nicht wüssten, was es in der unmittelbaren Nachbarschaft gibt.

So erklärte zum Beispiel Henry Pansch vom Tourist-Service-Center Eibenstock Regina und Harald Pampel die touristischen Punkte um Eibenstock auf einer Karte. Regina Pampel war begeistert: "Es ist interessant, was die Messe alles zu bieten hat. Wir schauen uns um und lassen uns das eine oder andere erklären."

Preisträger im Überblick

Dörfliches privates Wohnen

Platz 1: Familie Helm, die in Eibenstock gerade das älteste Gebäude der Auersbergregion zu einem Wohnhaus umbaut.

Preis 2: Familie Bochmann aus Albernau, die dort ein unter Denkmalschutz stehendes Umgebindehaus, den alten Kindergarten, erworben haben.

Platz 3: Familie Enders, die sich ganz bewusst für ein Klinkerhaus und für dessen Umbau unter energetischen Aspekten entschieden hat.

Vereine, Ehrenamt

Platz 1: Freunde und Förderer der erzgebirgischen Philharmonie Aue für das Projekt "VielHarmonieTanzt".

Platz 2: Deutscher Kinderschutzbund, Kreisverband Aue-Schwarzenberg für das Projekt "Lebendige Nachbarschaft".

Platz 3: Blaues Kreuz in Deutschland Landesverband Sachsen für das Projekt "Hilfe für Bedürftige".

Privatwirtschaftliche Initiativen

Platz 1: Ergotherapie Katja Sandler für den Umbau einer Scheune zum Ergotherapiezentrum.

Platz 2: Badegärten Eibenstock für ihre Website für mobile Endgeräte.

Platz 3: Kunsthof Eibenstock für seinen naturnahen Außenbereich, der biologische Vielfalt unterstützt. (tjm)

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