Kreis muss 750.000 Euro für Turnhalle zuschießen

Weitere Finanzspritzen für neuen Komplex am Auer Gymnasium angekündigt

Für Sie berichtet: Andreas Luksch

Um die Bauarbeiten für den modernen Sportkomplex am Clemens-Winkler-Gymnasiums in Aue weiter vorantreiben zu können, muss der Landkreis tiefer in die Tasche greifen als geplant. "Die Baupreisentwicklung hat auch dieses Projekt eingeholt", begründete Beigeordneter Andreas Stark am Montagabend eine Beschlussvorlage im Kreis- und Finanzausschuss zur überplanmäßigen Auszahlung von 750.000 Euro für das Teilprojekt 1 - den Neubau der Zweifeldturnhalle.

Da dieses jedoch mit den beiden weiteren Teilprojekten - die Sanierung der vorhandenen Sporthalle sowie der Außensportanlage - ineinandergreife, könne man auch nicht auf eines verzichten, um Kosten zu sparen. Schließlich soll, so Stark, ein attraktiver Sportkomplex entstehen, der allen Anforderungen gerecht wird. So sei die Anlage nicht nur für die Gymnasiasten, sondern auch für die jungen Athleten des Nachwuchsleistungszentrum des FC Erzgebirge Aue sowie für Vereine gedacht. Zwar stehe nicht weit weg die Dreifeldhalle des Berufsschulzentrums, doch deren Kapazität reiche nicht für beide Schulen aus. Darüber habe man bereits vor drei Jahren ausführlich debattiert, so Stark. "Wir reden aber über 6,6 Millionen Euro, davon 2,9 Millionen Eigenmittel - eine gewaltige Sache",warf SPD-Fraktionschef Jörg Neubert ein, der das Projekt gern nochmal auf den Prüfstand gestellt hätte. CDU-Amtskollege Sylvio Krause konterte: Man könne doch jetzt nicht den Rohbau stehen lassen, sondern müsse das Vorhaben zu Ende bringen. Olbernhaus Bürgermeister, FDP-Kreisrat Heinz-Peter Haustein, stimmte dem zu. Auch seine Stadt müsse jetzt für eine neue Turnhalle statt der geplanten zwei Millionen eine Million Euro mehr zahlen.

Doch auch für die neue Sportstätte am Clemens-Winkler-Gymnasium ist offenbar noch nicht das Ende der finanziellen Fahnenstange erreicht. So kündigte Stark an, dass für die beiden weiteren Teilprojekte weitere 867.000 Euro zugeschossen werden müssten. "Das klingt zwar gewaltig", so Stark, doch wäre er schon zufrieden, wenn es nicht noch mehr wird. Im neuen Doppeletat-Entwurf für 2019/2020, der am 26. September im Kreistag eingebracht wird, soll auch dieser Posten mit aufgenommen werden. Dafür will der Landkreis auf seine Rücklagen zurückgreifen.

0Kommentare Kommentar schreiben