Krisentreffen in Schlema endet ohne Ergebnis

Bürgermeister und Bürgerinitiative sprechen über Fusionspläne mit Aue

Bad Schlema.

Zu den Fusionsplänen mit der Stadt Aue haben sich der Bad Schlemaer Bürgermeister Jens Müller (Freie Wähler) und die Bürgerinitiative "Wir sind Bad Schlema" am Donnerstagabend erstmals direkt in einem persönlichen, nicht-öffentlichen Gespräch verständigt. Wie beide Seiten gestern auf Anfrage erklärten, dauerte dieses gut zwei Stunden, endete allerdings ohne ein konkretes Ergebnis.

Yvonne Bochmann, Mitgründerin der Initiative, sagte: "Es ist nicht eine Frage beantwortet worden." Sie habe sich bei dem Treffen beispielsweise erkundigt, warum die Schlemaer nicht selbst in einer Befragung über die geplante Fusion abstimmen können. "Doch da kam immer nur Blabla." Müller dazu: "Ich habe erklärt, dass wir die Bürger bereits über ein Anhörungsverfahren beteiligt haben. So hatten es die Gemeinderäte entschieden." Im Laufe des Gesprächs habe er jedoch den Eindruck gewonnen, dass die Initiative nicht kompromissbereit ist. "Sie haben ihr Weltbild." Dass der Haushalt ein Defizit aufweist - ein Grund für die Fusion -, habe sie etwa "gar nicht interessiert", erklärte er.

Das Treffen hatte im Kulturhaus Aktivist stattgefunden. Daran nahmen vier Vertreter der Initiative, Müller, die Kämmerin des Ortes sowie zwei Moderatoren der Kommunalaufsicht teil. Ortschef als auch die Initiative bestätigen, dass das Gespräch zum Teil hitzig ablief. Zum Ausgang des Treffens sagte Müller, es sei schade, dass man kein Miteinander gefunden hat. Zugleich sagt er: "Es ist immer gut, wenn man seine Standpunkte austauscht."

Wie es im Ort nun weitergeht, ist unklar. Zuletzt hatte die Initiative Widerspruch gegen einen Beschluss des Gemeinderates eingereicht, der ein Begehren der Mitglieder für eine Bürgerbefragung zurückwies. Diesen prüft derzeit das Landratsamt. Laut eines Sprechers scheint sich die Unzulässigkeit des Begehrens aber zu bestätigen, wobei eine abschließende Entscheidung noch aussteht.

Die Initiative hat derweil ein neues Bürgerbegehren gestartet. Nach eigenen Angaben liegen dafür bereits 600 Unterschriften vor.

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