Musiklegenden rocken laue Sommernacht

1800 Zuschauer waren von Sweet und Albert Hammond am Filzteich begeistert. Ihre Hits wurden zur musikalischen Zeitreise.

Sweet haben sich in Schneeberg ordentlich ins Zeug gelegt. Im Bild lassen es Sänger Pete Lincoln (li.) und Gitarrist Tony O'Hora (re.) krachen.
Ralf Alexander Fichtner (vorn li.) hat die Musiker von Sweet beim Konzert gezeichnet.
Die Hits von Albert Hammond kennt jeder.

Von Ralf Wendland

Die Augen leuchten, die Füße wippen im Takt der Musik und automatisch werden Erinnerungen wach. So ging es vielen der rund 1800 Besucher, die am Samstag bei Silberstrom-Rock am Teich auf dem Gelände des Strandbades Filzteich in Schneeberg Sweet und Albert Hammond live miterlebt haben. Den Stadtwerken Schneeberg ist es erneut gelungen, Rock- und Musik-Legenden ins idyllische Ambiente zu holen, die ordentlich für Stimmung sorgen und das Publikum mitreißen.

Grandios, rockig, einzigartig und live, so haben die Oldie-Fans die laue Sommernacht mit angenehmen Temperaturen, die hätte nicht besser sein können, empfunden. Das sieht auch Stadtwerke-Geschäftsführer Gunar Friedrich so: "Bei der Musik, was auch meine Zeit war, schwelgt man schon in Erinnerungen." Mit Sweet stand eine Band auf der Bühne, die bereits 2009 einmal am Filzteich aufgetreten ist und in diesem Jahr 50. Geburtstag feiert. Die Musiker haben 34 Nummer-Eins-Kracher gelandet und weltweit mehr als 55 Millionen Alben verkauft. In Schneeberg durften Hits, wie "Love Is Like Oxygen" oder auch "Blockbuster" nicht fehlen. Albert Hammond ist als Songwriter, Sänger und Entertainer seit 50 Jahren bekannt. Hammond beeindruckt Fans rund um den Globus. Am Filzteich hat Albert Hammond das Publikum mitgenommen auf eine Liederreise durch die Jahrzehnte der Popgeschichte. Die Songs aus seiner Feder sind Welthits. Dazu gehören unter anderem auch "It Never Rains In Southern California" und "One Moment In Time".

Der Schwarzenberger Künstler Ralf Alexander Fichtner, der als "RAF" bekannt ist, stand bei den Konzerten in der ersten Reihe und hat die Musiker live gezeichnet. Der 66-Jährige meint: "Ich sammle die Bands, besonders die älteren." In seinem Zeichenblock hat er schon einige bekannte Größen der Musikszene verewigt und in Schneeberg hat sich seine Sammlung erweitert.

Karin Günther aus Aue war total begeistert: "Als die Musik aufkam, das waren noch Zeiten. Sie passt einfach. Wir hören sie auch heute noch gern." Etwas abseits des Trubels direkt vor der Bühne, wo sich die Fans dicht drängten, saßen Günter und Helga Männel gemütlich auf der Wiese. Die beiden Eibenstocker sind sich einig, so könne man die Musik besser genießen. Günter sagt: "Es ist schön, dass man die Bands heute live erleben kann. Das wäre damals undenkbar gewesen. Da haben wir Nachholbedarf und nutzen die Gelegenheit." Natürlich würden Erinnerungen wach, und man denke an die eigene Jugendzeit, fügt seine Frau hinzu.

Silberstrom-Rock am Teich soll es auch im kommenden Jahr wieder geben. Wie Gunar Friedrich verraten hat, versuche man Status Quo nach Schneeberg zu holen. Die britische Band zählt zu den erfolgreichsten Rockgruppen überhaupt.

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