Zuwachs im Goldenen Buch: Die Weltmeisterin des Lächelns

Stützengrün hat viele Sporttalente. Eines davon ist Siya Fritzsch, Weltmeisterin im Cheerleading. Am Dienstagabend schrieb sie sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Hier verrät sie, was sie antreibt.

Stützengrün.

Es ist ihr Lächeln, das sich einprägt. Ein wenig spitzbübisch, sehr charmant und unglaublich freundlich. Mit ihrem Lächeln hat Siya Fritzsch (13) sogar schon mal einen Preis gewonnen. Der brachte sie zum Cheerleading, dem Sport des Anfeuerns, und diesen beherrscht die junge Stützengrünerin inzwischen so gut, das sie in die deutsche Nationalmannschaft berufen wurde, mit der sie in diesem Jahr Cheerleading-Weltmeisterin wurde.

Angefangen hat diese beeindruckende Karriere damit, dass Siya ihre Schwester Suela (15) zu einem Training des vogtländischen Sportklubs Cheermania Auerbach/Vogtland begleitete. Am Ende bekamen die Besten des Tages Papp-Medaillen umgehängt. Siya gewann den Preis für das freundlichste Lächeln. "Nun musst du aber auch wiederkommen, sagten sie zu mir", erinnert sich Siya. Sie lächelte, nickte und hat es nie bereut. "Der Zusammenhalt im Team ist toll. Es macht mir Spaß, immer etwas Neues zu lernen, auch, wie man Niederlagen wegsteckt, und wie man damit klarkommt, wenn der Trainer mal meckert."

Mittlerweile trainiert Siya seit acht Jahren bei Cheermania Auerbach, einer Top-Mannschaft im Cheerleading-Sport. In diesem Jahr wurden die Auerbacher Grand Champion in einer offenen Meisterschaft und gewannen die Regionalmeisterschaft in Riesa sowie die deutsche Meisterschaft in Hamburg. Krönung war der Weltmeistertitel in Orlando/Florida, wo Cheermania 16 Sportlerinnen für das Nationalteam stellte. Eine davon war Siya. Zurückgekommen ist sie mit einer Goldmedaille und einem silbernen Meisterschaftsring, wie ihn in den USA auch die ganz Großen des Football oder Basketball tragen. Seit ihrem Titelgewinn vor vier Monaten hat Siya den Ring täglich am Finger.

"Cheerleading ist mehr, als mit den bunten Puscheln zu wedeln", sagt sie. "Es ist ein Hochleistungssport, eine Mischung aus Tanz, Akrobatik und Turnen. Dabei gehst du an deine Grenzen. Hinterher kriegst du manchmal keine Luft mehr oder dir ist schwindelig." Das Video von der Meisterschaftskür in Orlando zeigt, wie Siya Salti schlägt und von ihren Mannschaftskameradinnen durch die Luft gewirbelt wird. Ihr Lächeln verliert sie dabei nie.

Ob man sich beim Cheerleading auch verletzen könne, wollte Stützengrüns Bürgermeister Volkmar Viehweg (parteilos/Mandat CDU) am Dienstagabend wissen, als Siya Fritzsch sich während der Gemeinderatssitzung als Anerkennung für ihre sportlichen Leistungen ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen durfte. Lächelnd antwortete die 13-Jährige: "Verstauchungsgefahr, Knochenbrüche, Gelenkschmerzen."

Auf einem Foto, das ihre Mutter Anja unmittelbar nach dem Titelgewinn geschossen hat, trägt Siya einen Stützverband am rechten Knie. Sie war unter Schmerzen in den Wettkampf gegangen. Ein Problem mit der Patellasehne, das sie lange Zeit kleingeredet hatte. "Ich wollte einfach dabei sein", sagt Siya. "Cheerleading ist ein Teil meines Lebens geworden." Also biss sie die Zähne zusammen und - lächelte.

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