Zwei gute Freunde starten als Beste

Anlagenmechaniker bei den Wasserwerken zu sein, war das berufliche Ziel für zwei Schwarzenberger. Und sie schafften Überdurchschnittliches.

Schwarzenberg.

Für Franz Nestler aus Grünstädtel stand schon sehr zeitig fest: "Es sollte was mit Rohren zu tun haben." So beschreibt der heute 20-Jährige aus Grünstädtel die ersten Überlegungen zur Berufsfindung. Impulsgeber hierfür sei nicht zuletzt sein Opa gewesen, der Klempner war, sagt er.

Heute nennt sich das: Anlagenmechaniker Fachrichtung Rohrsystemtechnik, und Franz Nestler ist sogar der Jahrgangsbeste, bescheinigt ihm die IHK. Das hebt auch Frank Kippig, Geschäftsführer der Wasserwerke Westerzgebirge, hervor. "Ich habe mit 87 Prozent bestanden", sagt Franz Nestler voller Stolz. Markus Weiß aus Schwarzenberg, mit dem er bereits in der Schule gut befreundet war, hat den gleichen Berufsweg eingeschlagen. Gemeinsam haben sie die dreieinhalbjährige Ausbildung absolviert. Und auch Markus Weiß gehört mit 83 Prozent im Prüfungsergebnis zu den Besten. "Damit liegen beide klar über dem Notendurchschnitt", sagt Kippig und ist sichtbar stolz auf diese zwei selbstbewussten und nunmehr neuen Mitarbeiter. Denn beide haben einen vom Unternehmen angebotenen Übernahmevertrag auch angenommen. Während Franz Nestler aktuell im Meisterbereich Abwasser Schwarzenberg arbeitet, muss Markus Weiß einen täglichen Arbeitsweg nach Thalheim in Kauf nehmen. Dort ist er im Meisterbereich Abwasser, oft auch in der Zentralkläranlage, tätig. Fachspezifische Weiterbildungen oder gar Studiengänge seien möglich.

Die zwei jungen Männer hatten im Vorfeld ihrer Berufsausbildung ein Praktikum bei den Wasserwerken in Schwarzenberg absolviert. "Das ist eine tolle Möglichkeit, zu testen, ob es einem überhaupt liegt", so Franz Nestler. "Diese Möglichkeit, bieten wir jungen Leuten ganzjährig an", sagt der Geschäftsführer. Und selbst wenn sich nach diesen Tagen im Unternehmen herausstellt, dass die Aufgaben und Tätigkeiten, die mit diesem Berufsbild verbunden sind, so gar nicht passen - so sei ein solches Berufspraktikum niemals vertane Zeit, meint auch Kippig.

Die ersten zwei Jahre der Ausbildung erfolgen hauptsächlich an der Berufsschule des Ausbildungsverbunds Versorgungswirtschaft Südsachsen (ASV) in Chemnitz. Im dritten Lehrjahr sind die Azubis dann zumeist in der Praxis. "Da haben wir das Glück, dass unsere Kläranlage in Schwarzenberg auch Ausbildungseinrichtung ist", so Kippig, der momentan insgesamt 14 Lehrlinge im Unternehmen hat. Vier neue werden im Herbst mit ihrer Ausbildung beginnen. Um ein Berufspraktikum zu machen, könnten junge Leute jederzeit an die Tür klopfen.

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