Zwei Männer vertreten Bürgermeister Tröger

Der im Mai gewählte Gemeinderat Raschau- Markersbach hat die erste Tagung absolviert. Es blieb nicht bei Personalfragen - es gab auch gleich einige Beschlüsse zu Aufträgen.

Raschau-Markersbach.

Lars Zahn (CDU) und Martin Ullmann (Freie Wähler) sind die neuen Stellvertreter des Raschau-Markersbacher Bürgermeisters Frank Tröger (Freie Wähler). Das haben am Donnerstagabend 16 der 17 im Mai gewählten Gemeinderatsmitglieder - Uwe Gehlert fehlte entschuldigt - in ihrer konstituierenden Sitzung beschlossen. Die Abstimmung zu diesen Personalfragen erfolgte geheim.

Der 2. Stellvertreter war schnell gefunden: Mit elf Stimmen wurde Martin Ullmann gewählt. Vier Stimmen gab es für Anja Schieck (Bürgergemeinschaft Raschau-Markersbach), und es gab eine Enthaltung.


Während diese Entscheidung gleich im ersten Wahlgang fiel, rückte Lars Zahn erst in einem zweiten Wahlgang, bei dem die einfache Mehrheit reichte, in das Amt des 1. Stellvertreters. Zunächst hatte Zahn acht Stimmen bekommen, André Schmidt (Bürgergemeinschaft) konnte vier Stimmen auf sich vereinen. Zwei Stimmzettel waren ungültig, dazu kamen zwei Nein-Stimmen. Bei der Stichwahl schenkten dann neun Gemeinderatsmitglieder Zahn das Vertrauen, fünf André Schmidt. Hinzu kamen eine Enthaltung und eine Nein-Stimme.

Zuvor war die Verpflichtung der Gemeinderäte erfolgt. Bürgermeister Tröger informierte darüber, dass im Fall von André Zweigler (CDU) ein Hinderungsgrund vorliegt, das Mandat wahrzunehmen: Zweigler arbeitet seit Anfang Juni bei der Gemeindeverwaltung. An seine Stelle rückte laut Wahlergebnis, was die sächsische Gemeindeordnung so vorsieht, Joachim Sehmisch (CDU) in den Gemeinderat. Zudem wurden in der Sitzung die Mitglieder des Verwaltungsausschusses und des Technischen Ausschusses bestimmt. Da sich die Gemeinderäte zuvor bereits über die einzelnen Mitglieder verständigt hatten, wurden die personellen Vorschläge durchgewunken.

Nach dem vorgeschriebenen Prozedere solch einer konstituierenden Sitzung standen für den neuen Rat bereits erste Beschlüsse zu Sachthemen an. So wurden Bauleistungen in der Kindertagesstätte Zwergenland vergeben. Demnach wird der Montage-Service Georgi aus Raschau-Markersbach die bisherigen Röhrenspan-Innentüren austauschen. Die Räte entschieden sich für das Nebenangebot: Vollspantüren, die qualitativ hochwertiger sind. Georgi hatte mit knapp 10.140 Euro das günstigste Angebot eingereicht. Eine neue Einfriedung, einen Stabgitterzaun, erhält der Hof von Haus I der Jenaplanschule. Der Zaun soll durch eine tragfähige Bodenverankerung auch im Bereich der alten Bachmauer vor einem Absturz schützen. Auch in dem Fall entschieden sich die Gemeinderäte für den günstigen Bieter. Metallbau Schürer aus Grünhain-Beierfeld war mit 11.326 Euro rund 4000 Euro preiswerter als zwei andere Firmen.

Die Firma Axians Infoma liefert und installiert der Gemeindeverwaltung für rund 24.270 Euro ein neues Finanzprogramm. Auch die Datenübernahme ist gesichert. Zugleich votierten die Räte dafür, die selbe Firma für 28.560 Euro mit Schulungsleistungen zu beauftragen.

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