27. Theaterball mit einer Weltpremiere

Der legendäre Karl Stülpner ist als Volksheld des Erzgebirges schon in vielfältiger Form verewigt. Ein Musical über ihn aber ist neu. Appetithappen davon wurden jetzt in Oberwiesenthal serviert. Und blieben nicht die einzige Überraschung.

Oberwiesenthal.

Die Überraschung ist Ingolf Huhn gelungen. Der Intendant des Eduard-von-Winterstein-Theaters in Annaberg-Buchholz wartete zum 27. Theaterball des Fördervereines des Hauses mit einem besonderen Gast und einem besonderen Programmpunkt auf: Stefan Vinzberg, Tenor aus Berlin und vor mehr als zehn Jahren als solcher auch schon auf der Bühne im Erzgebirge zu Gast, stellte erste Ausschnitte aus seinem noch unveröffentlichten Musical "Stülpner - eine deutsche Geschichte" vor. Musik, "die bisher noch niemand auf der Welt gehört hat", kommentierte der Intendant.

So hörten die mehr als 260 Gäste der ersten von zwei Ballnächten am Freitagabend zwei Duette und einen Psalm zu Lebensstationen des legendären Volkshelden. Applaus für diese "drei Appetithappen" gab es reichlich - auch wenn sich das Stück derzeit noch in Arbeit befindet. Intendant Ingolf Huhn jedenfalls hat schon jetzt großes Interesse, das fertige Werk auch im Erzgebirge zu zeigen - dort gehöre es schließlich hin. Wann das passieren wird, vermag momentan aber noch keiner der Beteiligten zu sagen.

Überraschungen erlebten die Gäste an diesem Abend noch mehrere - wenn auch nicht alle in dieser Dimension: So konnten sie erstmals beim Show-Kochen live miterleben, wie das Vorspeisen-Buffet zubereitet wurde. Außerdem wurden sie während des opulenten Drei-Gänge Menüs mit dezenter Hintergrundmusik von Ivan Marinov unterhalten, der sich einmal mehr als Multiinstrumentalist erwies. Und zum Abschluss des mehrstündigen Gala-Abends gab es um Mitternacht noch eine kulinarische Premiere: Koch Carsten Kühn wartete zum Dessert-Buffet nicht mit einer seiner legendären Eisbomben auf, sondern servierte als ganz neue Kreation die Torte Fichtelberg - ein Leckerbissen mit fünf Etagen.


"Zaubernacht" mit großen und kleinen Überraschungen

Als Ehrengäste des 27. Theaterballs waren vom Förderverein des Theaters Frank Schreiter als langjähriger Technischer Direktor und Frank Unger als langjähriger Tenor des Eduard-von-Winterstein-Theaters eingeladen worden. Sie haben ihre neuen Wirkungsstätten in Chemnitz beziehungsweise Freiberg, wurden aber dennoch mit viel Applaus empfangen. Unterdessen erlebte Enrico Beck seinen ersten Theaterball als kommissarischer Technischer Direktor.

Uta Kotte aus Dresden hat in diesem Jahr das von einem Annaberger Modehaus spendierte Ballkleid gewonnen. Nun will sie den Gegenwert des Kleides dem Förderverein für die Arbeit des Hauses zur Verfügung stellen. Vorsitzender Rolf-Jürgen Schubert konnte außerdem berichten, dass vom Spendengeld des Vereines, in das unter anderem der Erlös des 26. Theaterballes eingeflossen ist - jeweils 1,50 Euro pro Karte kommen der Erzgebirgischen Theater- und Orchesterstiftung zugute - unter anderem ein neues Fahrzeug für das Theater angeschafft und der Einlassdienst neu eingekleidet werden konnten.

Intendant Ingolf Huhn moderierte seinen zehnten Theaterball und verriet, dass die beliebte Operette "Der Obersteiger" - mit Frank Unger in der Hauptrolle - in dieser Spielzeit noch viermal gezeigt wird - und zusätzlich am 17. Mai 2020 auf "großer Bühne" in Chemnitz zu erleben ist. (af)

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