Ärger um die Obere Hauptstraße

Die marode Straße treibt Auerbach schon seit Jahren um. Nun ist sie gesperrt und die Erneuerungsarbeiten haben begonnen. Trotzdem ist nicht alles gut.

Auerbach.

Es könnte alles so schön sein. Nach jahrelanger Suche nach einem geeigneten Fördermittelgeber für eines der Herzensanliegen vieler Auerbacher - die Sanierung der Oberen Hauptstraße - hat mittlerweile die Straßenfräse ihr Werk getan. Die marode Deckschicht ist abgetragen, und alles für die neue Straßendecke ist vorbereitet. Zurzeit ruht die Baustelle zwar, aber das hat mit dem Wetter zu tun. "Bis August sind die Arbeiter fertig", ist sich Fachbereichsleiter Jörg Spiller sicher.

In seiner Abteilung allerdings herrscht alles andere als Ruhe. Dort hält das Landratsamt die zuständigen Kolleginnen auf Trab. Stichwort: Unterlagen-Nachforderung. Dabei geht es darum, dass das Landratsamt für die eigenen Aktenordner allerlei Erklärungen, Verträge und Schätzungen nachgeliefert haben möchte. Erst dann wird der Förderbescheid ausgestellt. Spiller kann nur mit dem Kopf schütteln. Er will ein tiefsitzendes Misstrauen des Landkreises gegenüber den eigenen Kommunen ausgemacht haben. "Wir legen hier - plus/minus 5000 Euro - eine Punktlandung hin", betont Spiller. "Zudem haben wir den Antrag mit vorzeitigen Maßnahmenbeginn bereits im November gestellt und bis jetzt nichts gegenteiliges gehört." Nun kommen die Unterlagennachforderungen aus Annaberg; der Leader-Verein hat für die Maßnahme die Ampel längst auf Grün gestellt. "Wir sind dem Leader-Verein und den anderen Bürgermeistern sehr dankbar, dass wir die Obere Hauptstraße mit dieser Förderung sanieren können", sagt Bürgermeister Horst Kretzschmann.


Beizeiten hatte man sich für die Leader-Förderung und gegen eine Bezuschussung vom Wirtschaftsministerium entschieden. Von dort wäre sogar ein grundhafter Ausbau zu 80 Prozent gefördert worden, allerdings wären künftige Baupreiserhöhungen nicht in die Zuwendung eingeflossen. Ein Risiko bei einer zwei Jahre alten Kostenkalkulation. Da erschien die Leaderförderung ein für Auerbach günstigerer Fördertopf. Nun muss in Auerbach wieder gezittert werden. Und zwar, ob eine längst genehmigte Maßnahme nun auch wirklich gefördert wird.


Kostenersparnis

Die Erneuerung der Oberen Hauptstraße wird günstiger als zunächst kalkuliert. Der günstigste Bieter unter den Baufirmen hat ein Angebot über 332.500 Euro vorgelegt. Vom Leader-Dorfentwicklungspropramm sind 374.000 Euro genehmigt worden.

Von dem Geld soll die Decke der Oberen Hauptstraße saniert werden. Die Arbeiten haben bereits begonnen und sollen im August abgeschlossen sein.

Bewertung des Artikels: Ø 5 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...