Alltäglicher Stress - auf einem höheren Level

FÜR UNS DA Händler Jonas Enterrottacher und Marcel Schliffer aus dem Stollberger Simmel-Markt.

Stollberg.

Um die Osterfeiertage herum ist es für Mitarbeiter in Supermärkten wieder besonders stressig geworden. Mehr als sonst wird dann eingekauft - und in diesem Jahr mit ganz besonderen Herausforderungen für die Mitarbeiter. Marcel Schliffer und Jonas Enterrottacher aus dem Simmel-Markt in Stollberg sagen dazu: "Stress ist für uns fast alltäglich, aber jetzt haben wir den auf einem höheren Level."

Der 26 Jahre alte Schliffer ist Schichtleiter, der 32-jährige Enterrottacher Marktleiter. Egal, wo sie gerade im Einsatz sind, momentan müssen sie sich mehr als sonst mit den Kunden auseinandersetzen. Das bedeutet auf der einen Seite auch mal längere Diskussionen mit Uneinsichtigen. Schliffer erzählt von einem Paar, das partout nicht einsehen wollte, dass jeder Kunde ei-nen Einkaufswagen nehmen muss. "Wir müssen laut behördlicher Anordnung darauf achten, dass nur 80 Kunden gleichzeitig im Markt sind. Wie sollen wir das anders kon-trollieren als mit der abgezählten Zahl an Einkaufswagen?", verteidigt er die Maßnahme. Außerdem wird jeder benutzte Einkaufswagen am Eingang von einem Kollegen desinfiziert. Geduldig würden alle Mitarbeiter jedem die Auflagen des Ordnungsamts erklären. Überall hängen zudem Schilder - am Eingang und im Markt -, die auf die Regelungen aufmerksam machen.

Mittlerweile seien die meisten Kunden aber einsichtig, auch was das Einhalten des Abstands zueinander betrifft. Und so gibt es auf der anderen Seite auch viel Lob und Anerkennung von den Kunden, etwas, was sich die beiden jungen Männer im sonstigen Alltag auch mehr wünschen würden. "Es ist schön, für die Leute da zu sein, und es gibt ein positives Gefühl, gebraucht zu werden", sagt Jonas Enterrottacher.

Das Lachen können sich die beiden jungen Männer beim Thema Hamsterkäufe nicht verkneifen. Toilettenpapier, Küchenrollen, Tempo- taschentücher, Mehl, Hefe - so zählen sie auf, was nach und nach in den Regalen fehlte. "Wir verkaufen jetzt Klopapier aus Österreich", sagt Marcel Schliffer. Er und alle anderen Simmel-Mitarbeiter wissen, dass sich ihr Chef, Peter Simmel, bemüht, die Lücken zu schließen. "Und er kümmert sich um uns, hat erst kurz vor Ostern Mund-Masken gebracht", berichtet Jonas Enterrottacher.

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