Anzahl der Arbeitslosen im Dezember gestiegen

Witterungsbedingt erste Zwangspausen im Baugewerbe der Region - Quote liegt aktuell bei 4,5 Prozent

Stollberg/Annaberg.

Noch einmal einen leichten Anstieg bei der Anzahl der Arbeitslosen hat es im Dezember auf dem Arbeitsmarkt im Erzgebirge gegeben: Nach Angaben von Sven Schulze von der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz waren Ende des Monats 7876 Erzgebirger arbeitslos gemeldet. "Das sind 500 mehr als vier Wochen zuvor", so der operative Geschäftsführer. Nachdem witterungsanfällige Branchen bisher weitgehend ungestört weiterarbeiten konnten, sei es in den vergangenen vier Wochen im Baugewerbe zu Zwangspausen gekommen, nennt er einen der Gründe für diese Entwicklung. Und er rechnet damit, dass sich der winterliche Anstieg der Arbeitslosigkeit bis ins Frühjahr fortsetzen wird.

Die aktuelle Arbeitslosenquote für den Agenturbezirk liegt damit bei 4,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das einen Anstieg um 0,3 Prozentpunkte, im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 0,3 Prozentpunkte. Eine Entwicklung, die laut Sven Schulze in fast allen Regionen des Erzgebirgskreises zu verzeichnen ist. Lediglich im Bereich der Geschäftsstelle Schwarzenberg habe es keine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr gegeben. Die günstigste Arbeitslosenquote weist im Dezember wieder Stollberg mit 3,6 Prozent aus. Es folgen Zschopau mit 3,8 und Marienberg mit 4,1 Prozent. In Schwarzenberg beträgt die Quote 4,8 Prozent. Annaberg-Buchholz folgt mit 4,9 Prozent. Aue weist eine Quote von 5,3 Prozent aus.

Insgesamt geht das Jahr 2018 im Erzgebirge mit einem durchschnittlichen Jahreswert der Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent in die Statistik ein - der niedrigste seit Beginn der Aufzeichnung. Die hiesige Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz verzeichnet damit zugleich den besten Wert in Sachsen. Der Blick in die Regionen fällt dabei allerdings unterschiedlich aus: Stollberg und Zschopau haben mit einer Arbeitslosenquote von jeweils 3,9 Prozent die niedrigsten Quoten innerhalb des Agenturbezirkes. Marienberg folgt mit 4,3 Prozent, Schwarzenberg mit 4,8 Prozent. Die Hauptagentur Annaberg-Buchholz mit 5,1 und die Geschäftsstelle Aue mit 5,7 Prozent liegen im Jahresdurchschnitt über der Fünf-Prozent-Marke. (af)

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